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So präsentieren sich die Kandidaten im Netz

So präsentieren sich die Kandidaten im Netz

Vier Kandidaten bewerben sich für das Amt des Bürgermeisters in der Verbandsgemeinde. Dabei werben sie auch in sozialen Netzwerken um Wählerstimmen. Aber wie sieht es konkret aus? Wie präsent sind die Bewerber auf Facebook und im Internet? Was verraten sie dort über sich und ihr politisches Programm? Der TV hat in den vergangenen Tagen ihre Profile angeschaut.

Saarburg. Der Wahlausschuss hat gestern Abend Jürgen Dixius (CDU), Frank Gerardy (SPD), Mario Wolter (FWG) und Matthias Pinnel (Bündnis 90/Die Grünen) zur Bürgermeisterwahl zugelassen. Alle vier Kandidaten haben eine eigene Homepage und ein eigenes Facebookprofil. Sie sind sich einig, dass das Internet ein wichtiges Instrument im Wahlkampf ist. Trotzdem will etwa Pinnel auf den Fußwahlkampf nicht verzichten. Eine Aussage, die sicherlich auch die anderen Bewerber um das Bürgermeisteramt unterschreiben würden. Und das heißt laut Pinnel: "Wir werden natürlich mit Plakaten und Bannern um jede Stimme werben."

Facebook: Wie viele Freunde der grüne Spitzenkandidat hat, verrät er in seinem Profil nicht. Dafür kann man sehen, welche Musik Pinnel gefällt: etwa die britische Rockband Pink Floyd oder die Kölner Kultgruppe BAP. Außerdem gefallen ihm das Anti atomnetz Trier, die Landratskandidatin der Grünen, Sabina Quijano, der Musiker Udo Lindenberg und die Tatortkrimireihe. Seit vier Tagen wirbt Pinnel bei Facebook für seine Homepage und macht Wahlwerbung für sich und seine Partei.

Die meisten Facebook-Freunde hat der SPD-Kandidat Gerardy. Am Montagnachmittag waren es 357. Ihm gefallen die Trierer SPD, die Saarburger Zeitung und der Saarburger Gewerbeverband (SGV). Noch am Sonntag hat Gerardy in seinem Profil für seine Wahlkampfseite geworben.

CDU-Spitzenmann Dixius hatte zum gleichen Zeitpunkt 271 Facebook-Freunde. Ihm gefallen etwa die Seite "Du bist Saarburg" und das Weingut Forstmeister Geltz-Zilliken. Das letzte Mal hat Dixius am 4. August von der 0:2-Niederlage der Trierer Eintracht gegen den 1. FC Köln aus dem Moselstadion berichtet. Seine Fanseite haben 63 Leute abonniert.

Wenn es nach der Anzahl der Facebook-Freunde geht, ist Mario Wolter mit 203 das Schlusslicht. Ihm gefallen etwa die Seite "Du bist Saarburg" und die Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg. Das letzte Mal war Wolter am 4. Juni hier aktiv.

Internet: Aus der Reihe fällt Gerardys Homepage. Seine Internetseite lautet nicht auf seinen Namen, vielmehr ist die Adresse www.du-gewinnst.info. Er wirbt damit, "qualifiziert, erfahren, engagiert, vertrauenswürdig und bürgernah" zu sein. Der Besucher der Seite erfährt, dass Gerardy als Rechtsanwalt arbeitet und in Freudenburg lebt. Denn: "Das Saarburger Land in der Region Saar-Lor-Lux ist lebenswert!"

Auf www.pinnel.de wirbt Pinnel dafür, dass auch künftig das Amt des Stadtbürgermeisters und das des Verbandsgemeindebürgermeisters getrennt gehören. Denn: "Doppeltes Amt bedeutet halbe Kraft!" Der grüne Spitzenkandidat setzt sich außerdem dafür ein, dass die DSL-Steinzeit endet, damit Firmen und Menschen schnell einen leistungsstarken sowie bezahlbaren Zugang zum Internet haben.

"Stadt. Land. Fluss." Mit diesem Slogan wirbt CDU-Kandidat Dixius auf seiner Homepage www.juergen-dixius.de für sich. Der gelernte Forstwirt nennt dort 13 Themen, die er als Bürgermeister angehen will, etwa die medizinische Versorgung vor Ort oder der öffentliche Personennahverkehr.

Auf www.mario-wolter.de präsentiert sich der vierte Kandidat im Internet. Dort verrät er über sich, dass er als Kriminalhauptkommissar für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Zoll zuständig ist. Eines seiner Hobbys sind Oldtimer. Wolter nennt elf Bereiche, in denen er sich als Bürgermeister engagieren möchte, etwa für die Themen Ortskernsanierung und Kommunalfinanzen.

TV-Forum zur Bürgermeisterwahl in der VG: Die Kandidaten stellen sich und ihr Wahlprogramm am 10. September, 19.30 Uhr, in der Stadthalle Saarburg vor und beantworten Fragen der TV-Moderatoren.