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Stimmen zur Wahl

Stimmen zur Wahl

CDU-Fraktionschef Ulrich Dempfle: "Ich bin sehr traurig. Ich verstehe dieses Ergebnis noch nicht. Sicher ist, dass es nicht an der Kandidatin gelegen hat."Oberbürgermeister Klaus Jensen: "Ich bin 62 Jahre und habe in meinem ganzen Leben bei keiner Wahl eine solche Dramaturgie erlebt.

Als Wahlleiter kommentiere ich den Ausgang nicht, aber ich bin traurig und erschrocken, dass zwei Drittel der Trierer ihr demokratisches Recht auf Wahl nicht wahrgenommen haben."

SPD-Fraktionschef Sven Teuber: "Ein sensationeller Abend. Wie haben einen sehr engagierten Wahlkampf gesehen, an dessen Ende der bessere Kandidat vorne liegt. Das knappe Ergebnis zeigt, dass jeder einzelne mit seiner Stimme etwas ausrichten kann. Auch, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist und wir da etwas tun müssen: Wir haben in Trier dem allgemeinen Trend getrotzt, dass die Beteiligung bei der Stichwahl deutlich niedriger ist als beim ersten Wahlgang."

Fred Konrad, OB-Kandidat der Grünen: "Es ist enorm, was Wolfram Leibe aufgeholt hat. Ich glaube nicht, dass die angekündigte Zusammenarbeit von CDU und Grünen im Stadtrat zu diesem Ergebnis beigetragen hat. Es ist völlig normal, nach Mehrheiten zu suchen, um sein Programm umzusetzen."

Bernhard Kaster, Chef der Trierer CDU: "Ich gratuliere Wolfram Leibe und wünsche ihm im Interesse der Stadt alles Gute. Für uns ist dieses Ergebnis einfach nur bitter und enttäuschend. Aber wir werden auch mit der Niederlage verantwortungsvoll umgehen. Hiltrud Zock hat enorm gekämpft, mehr als sie getan hat, kann eine Kandidatin nicht tun."

Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU): "Es war ein spannender, fairer Wahlkampf, nun haben die Bürger entschieden. Natürlich bin ich enttäuscht. Wir müssen jetzt analysieren, was sich zwischen dem ersten und dem zweiten Wahlgang verändert hat."

Bildungs- und Sozialdezernentin Angelika Birk (Grüne): "Wir haben heute Abend hier einen spannenden Krimi gesehen. Ich bin froh, dass die Wahlbeteiligung immerhin 30 Prozent überschritten hat - auch, wenn das natürlich viel zu wenig ist. Zu Spekulationen, was das Wahlergebnis für meine Arbeit bedeutet, möchte ich mich nicht äußern. Nur so viel: Wolfram Leibe weiß, dass das Dezernat II wichtige Aufgaben erfüllt."

Wirtschafts- und Kulturdezernent Thomas Egger (parteilos): "Ich bin froh, dass der Unterschied so deutlich ist, dass wir morgen nicht neu auszählen müssen. Ich gratuliere Wolfram Leibe und ziehe meinen Hut vor Hiltrud Zock, sie hat einen guten Wahlkampf gemacht. Ich gehe davon aus, dass der künftige OB auf den Stadtvorstand zukommen wird - dann sehen wir, wie er sich die Zukunft vorstellt. Ich denke, dass wir uns handelseinig werden."