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Tipps für Gartenfreunde

Garten : Zur Rosenblüte in den Rosengarten

September ist eine gute Zeit, einen Rosengarten zu besuchen. Auf Abbildungen und in Online-Porträts präsentieren sich alle Rosen rund ums Jahr von ihrer schönsten Seite. In Natura zeigt sich, welche Sorten nach dem ersten Blütenschwung im Juni tatsächlich üppig weiterblühen und wer im Ganzen blattgesund und ansehnlich bleibt.

Was gefällt, lässt sich mit allen Sinnen am besten vor Ort testen. Sollen es wirklich gefüllte Blüten sein, oder bringen die von Bienen umschwirrten einfachen und halbgefüllten Sorten einen Mehrwert, auf den man nicht verzichten will? Behagt einem der Duft? Und wie sieht es mit Höhe, Breite und dem ganzen Erscheinungsbild aus? Der nächste Weg in eine Schaupflanzung führt in den Nells Park in Trier. Eines der schönsten Rosarien Deutschlands haben wir mit dem Rosengarten Zweibrücken ganz in der Nähe. Ich habe den aktuellen Vergleich. Im Sommer lagen Uetersen nahe Hamburg und Glücksburg an der Flensburger Förde auf meinem Reiseweg. Unter den drei Rosarien ist der gepflegte Zweibrücker Rosengarten Spitzenreiter. Eingebettet in eine raumbildende Kulisse alter Bäume, lebt die Atmosphäre vom Charme der Rosen. Kein Wunder, dass frisch Vermählte den Park mit dem Pavillon als beliebten Ort für schöne Hochzeitsbilder aufsuchen. Gartenbegeisterte interessieren sich eher dafür, wer sich in den Beeten das Jawort gibt. Stauden und Rosen sind eine schöne, aber nicht immer erfolgreiche Kombination. Überraschend locker präsentieren sich einige Strauch- und Kleinstrauchrosen in Verbindung mit Gräsern. So haben sich beispielsweise das angesagte metallisch blau schimmernde Rutenhirse-Ziergras Heavy Metal und die romantische Strauchrose Colette in feinem Lachsrosa gefunden, frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“. Und auch unter den seit Jahrzehnten harmonischen Verbindungen findet man viel Anregung. Denn die Herbstastern blühen mit den Rosen gerade um die Wette.

Tipp: Am 26. und 27. September findet im Rosengarten Zweibrücken der Herbst- und Gartenmarkt statt, jeweils von 9.30 bis 17 Uhr. Auf Grundlage des Hygienekonzepts dürfen maximal 500 Personen gleichzeitig auf das Gelände. Das kann zu Wartezeiten führen.

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Stoffsäckchen schützen die Samen der Waldlilien vor Frassfeinden und fangen die reife Saat auf. Das sieht sogar noch hübsch aus. Foto: TV/Kathrin Hofmeister

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