1. Dossier

TV-Stadtteiltour: Christoph Steffens hat das Treverix-Kartenspiel erfunden

TV-Stadtteiltour: Christoph Steffens hat das Treverix-Kartenspiel erfunden

Primus, Saluti und Vini: So heißen die Treverix-Skulpturen des Ruwerer Künstlers Christoph Steffens. Seine neueste Kreation nach diesen Glücksbringern ist das Treverix-Kartenspiel mit historischen Trierer Figuren.

Trier-Ruwer. Christoph Steffens hat seine Leidenschaft, das Zeichnen, zum Beruf gemacht. Er studierte an der Fachhochschule Trier Kommunikationsdesign und arbeitet als selbstständiger Diplom-Designer und Künstler. "Meine Arbeit ist mein Leben. Ich unterscheide nicht zwischen Arbeit und Freizeit. Selbst im Urlaub habe ich meine Ausrüstung mit dabei", gibt der Designer lächelnd zu.
Außerdem ist er ein echter Trie rer, der seine Heimat liebt: "Ich finde Trier einfach klasse. Die Kulisse mit der Porta Nigra und den anderen römischen Bauwerken ist einzigartig", sagt der 49-Jährige, der in Ehrang aufgewachsen ist. Eigentlich gestaltet er hauptberuflich Print- und digitale Medien für verschiedene Firmen. Visuelle Kommunikation ist sein Fachgebiet. Dabei geht es darum, durch Bilder und Grafiken eine Botschaft zu vermitteln. "Mein Job ist zielgerichtet. Der Zweck ist eindeutig definiert: Eine Aussage soll vermittelt werden", so Steffens.
Treverix sei hingegen neben der eigentlichen Arbeit entstanden. "Treverix ist Spaß. Eine künstlerische Sache, die frei von einem solchen zielgerichteten Zweck ist", erklärt er. Inspiriert wurde er dabei vom Treverermännchen, einer kleinen Figur mit Kapuzenmantel, die in der römisch-keltischen Zeit als Glücksbringer galt.
Dieses realistische Abbild nahm Steffens zur Vorlage für seine eigene Schöpfung: Seine Treverix-Skulpturen haben im Gegensatz zu dem Treverermännchen einen Gesichtsausdruck. Das war Steffens wichtig, da er sich gerne mit Gestik und Mimik beschäftigt. Der erste Treverix, Primus, lacht herzhaft: "Besser kann man das Thema Glück nicht ausdrücken", meint der Künstler.
Außerdem gibt es noch Saluti, den lässig winkenden Typen, und Vini, der mit einer Weinamphore in der Hand seine Verbundenheit zur Weinbauregion Mosel ausdrückt. Die Skulpturen werden in Handarbeit im Atelier aus Bronze oder Zinn gegossen.
Seit 2001 hat der Designer sein Atelier in Ruwer. Bei der Suche nach einem passenden Ort war ihm damals wichtig, dass er in ein gewachsenes Dorf, das trotzdem in Trier liegt, ziehen kann. "Ich wollte nicht in ein Neubaugebiet. Ruwer ist wie ein Dorf. Besonders gut gefällt mir die Hanglage", sagt Steffens. Außerdem schätzt er an Ruwer die gute Nachbarschaft sowie die zahlreichen Möglichkeiten zum Spazierengehen und Fahrradfahren. "Noch schöner wäre es, wenn der Radweg in Richtung Stadt fertig gebaut werden würde", schmunzelt er.
Seine neueste Kreation ist das Treverix-Kartenspiel. Weil ihm die Trierer Kulisse besonders gut gefällt, wollte er sie mit Leben füllen. Ergebnis ist das Trierer Skatblatt mit historischen Figuren: Mit dabei sind echte Trierer Schwergewichte, wie Kaiser Augustus und Kaiser Konstantin der Große. Aber auch Simeon aus Syrakus, der als Eremit in der Porta Nigra lebte, und Adelheid von Besselich, eine wichtige Stifterin für Trier im Mittelalter sind dabei. Karl Marx und seine Frau Jenny von Westphalen dürfen natürlich nicht fehlen. Die lustigen Comicfiguren mit ihren schelmischen Blicken dürften auch die sonst eher als ernst geltenden Skatspieler zum Schmunzeln bringen.
Die Skulpturen kann man im Landesmuseum und bei der Touristinformation kaufen. Das Kartenspiel ist, weil noch so druckfrisch, noch nicht im Handel erhältlich, kann aber per E-Mail unter treverix@atelier-steffens.de bestellt werden.