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Verpflichtung im November, Ermittlungen sofort

Verpflichtung im November, Ermittlungen sofort

Während Günther Schartz im November für weitere acht Jahre als Landrat verpflichtet wird, sucht die Polizei nach Unbekannten, die Wahlplakate abgerissen haben. Und in Saarburg denkt man darüber nach, wie künftig schneller ausgezählt werden kann.

Trier/Konz. Der Landrat bleibt Landrat, in Saarburg-Beurig wird es im kommenden Jahr wohl wieder mehr Wahlvorstände geben, und die Polizei ist auf der Suche nach denjenigen, die sich an Wahlplakaten zu schaffen gemacht haben. Das sind drei Erkenntnisse am Tag nach den Wahlen.

Langes Warten: Merzkirchen-Südlingen in der Verbandsgemeinde (VG) Saarburg war offensichtlich der am schnellsten ausgezählte Wahlbezirk, da alle 24 Wähler sich für die Briefwahl entschieden hatten. Kurz nach 18 Uhr waren die Ergebnisse da. Knapp vier Stunden später trudelten die letzten Ergebnisse ein. Ebenfalls von Wahlbezirken in der VG Saarburg. In Serrig und in Saarburg-Beurig machten es die Wahlvorstände spannend.
In Beurig hatte es bis 2009 zwei Wahlvorstände gegeben. 2013 gab es nur einen. Der Wählerandrang sei so groß gewesen, dass die Helfer mit dem Auszählen nicht nachgekommen seien, sagt Dietmar Becker von der Verbandsgemeinde-Verwaltung Saarburg. Für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr werde es im Saarburger Stadtteil vermutlich wieder zwei Wahlvorstände geben. In Serrig habe es Differenzen bei der Stimmenzahl gegeben. Dies hätte erst geklärt werden müssen, ehe die Zählung hätte weitergehen können.

Neue Amtszeit: Nach seinem klaren Sieg im ersten Wahlgang wird Günther Schartz ab 1. Januar für weitere acht Jahre Landrat des Kreises Trier-Saarburg sein. Dazu muss er erneut verpflichtet werden, denn Landräte haben so etwas wie einen Zeitvertrag. Vermutlich in der kommenden Kreistagssitzung am 11. November wird Schartz für die Zeit von 2014 bis 2022 ernannt.

Juristisches Nachspiel: Bislang unbekannte Täter haben am Samstag in der Zeit zwischen 13.45 und 15.20 Uhr mehrere Wahlplakate verschiedener Parteien in der Saarburger Straße in Kanzem und auf der Saarbrücke in Konz abgerissen und diese auf die Straße oder auf den Gehweg geworfen. In einigen Fällen seien die Wahlplakate auch von den Tätern mitgenommen worden. Das teilt die Polizei Saarburg mit. Auch in der Brückenstraße in Oberbillig sind mehrere Wahlplakate teilweise oder ganz zerstört worden. Laut Polizei muss dies in der Nacht zum Sonntag geschehen sein. Betroffen von der Zerstörung der Plakate waren wohl vor allem solche von SPD, Grünen und Linke. har

Hinweise an die Polizeiinspektion Saarburg, Telefon 06581/9155-0, oder an die Polizeiwache Konz, Telefon 06501/9268-0.