Viele Kreuzchen und noch mehr Namen

Am kommenden Sonntag wird das Europäische Parlament gewählt. Darüber hinaus sind an diesem Tag auch Kommunalwahlen, bei denen die Menschen ihre politischen Vertreter vor Ort wählen. Dafür gibt es verschiedene Wahlscheine, und die hat sich Lucky einmal genauer angeschaut.

 Sooo lange Zettel und sooo viele Namen: Da dürfen die Wähler am Sonntag nicht den Überblick verlieren! TV-Foto: Uwe Hentschel

Sooo lange Zettel und sooo viele Namen: Da dürfen die Wähler am Sonntag nicht den Überblick verlieren! TV-Foto: Uwe Hentschel

Trier. Manchmal ist es wirklich richtig gut, eine Ratte zu sein. Oder ein Kind. Dann muss man nämlich nicht zur Wahl gehen. Denn das dürfen nur Menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind. Dabei ist Wählen eine sehr wichtige Sache, und es gibt auch viele Menschen auf der Welt, die uns um die Möglichkeit beneiden, eine Regierung selbst wählen zu können. Das ist nämlich leider nicht in jedem Land selbstverständlich. Das Problem beim Wählen ist allerdings, dass man sich entscheiden muss. Und da am kommenden Sonntag nicht nur die Mitglieder des Europäischen Parlaments gewählt werden, sondern hier bei uns in vielen Orten auch Landräte und Bürgermeister oder aber auch die Mitglieder der Stadträte, Gemeinderäte, Verbandsgemeinderäte und des Kreistags, müssen die Wähler auch viele Zettel ausfüllen.

Gewählt wird in so genannten Wahllokalen. In den Dörfern sind das meistens die Gemeindehäuser, und in Städten gibt es mehrere Wahllokale. Dort bekommt der Wähler dann die Zettel, auf denen er ankreuzen kann, für welche Partei oder welchen Bürgervertreter er stimmt. Das passiert geheim, hinter einer Abtrennung oder in einem anderen Raum, so dass niemand dabei zusehen kann.

Für jede Wahl gibt es unterschiedliche Zettel in unterschiedlichen Farben. Der Zettel für die Wahl des Europäischen Parlaments beispielsweise ist grau, und wenn man ihn auseinanderfaltet, dann ist er ganz lang. Da stehen nämlich diesmal insgesamt 31 Parteien und politische Gruppierungen drauf. Es darf aber nur eine Partei angekreuzt werden. Wer sich nicht daran hält und mehrere Gruppen ankreuzt, dessen Stimmzettel ist ungültig.

Bürgermeister wollen oft nur wenige werden



Anders ist das jedoch bei der Wahl des Stadt- oder Verbandsgemeinderats. Hier dürfen ganz viele Personen angekreuzt werden. Wie viele genau, das hängt von der Größe des Rats ab. Man kann sich aus jeder Partei seine Lieblingskandidaten aussuchen oder sogar ein und denselben Kandidaten mehrmals ankreuzen.

Oder man kreuzt oben die gesamte Partei an, dann bekommt jeder auf der Liste dieser Partei eine Stimme und manche sogar mehrere Stimmen, weil sie vielleicht mehrfach auf der Liste stehen. Hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich nicht schwer. Wichtig ist allerdings auch hier: nicht mehr ankreuzen als erlaubt.

Vergleichsweise einfach ist die Wahl des Bürgermeisters oder des Landrats. Denn da stehen oft nur wenige Namen auf dem Wahlzettel, und von denen bekommt nur einer ein Kreuz. Doch auch hier muss sich der Wähler zunächst entscheiden. Und das ist auch gut so.

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