Vortrag über die Trennung von Staat und Kirche

Vortrag über die Trennung von Staat und Kirche

Unter dem Motto "Und trenne, was nicht zusammengehört" hält Ingrid Matthäus-Maier am Sonntag, 22. April, 20 Uhr, im großen Saal der Trierer Tufa einen Vortrag zur überfälligen Trennung von Staat und Kirche. Nach Ansicht der Referentin genießt die katholische Kirche in Deutschland Privilegien wie in keinem anderen Land der Erde.

Nicht nur, dass die Kirchensteuer vom Staat eingezogen wird und die kirchlichen Institutionen jährlich mit Milliardenbeträgen subventioniert werden, die Kirche kann sich innerhalb ihres Einflussbereichs sogar über geltende gesetzliche Bestimmungen hinwegsetzen. So können Angestellte in katholischen Betrieben ihre Arbeitsstelle verlieren, bloß weil sie einen geschiedenen Partner geheiratet haben oder sich dazu bekennen, in einer homosexuellen Beziehung zu leben. Die ehemalige deutsche Spitzenpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier hält derartige Privilegien für nicht mehr zeitgemäß. Sie fordert die konsequente Trennung von Staat und Kirche.
Ingrid Matthäus-Maier trat 1969 in die FDP ein und wurde 1972 Bundesvorsitzende der Jungdemokraten. Nach dem Koalitionswechsel 1982 trat sie aus der FDP aus und in die SPD ein. Sie war Mitglied des Bundestages von 1976 bis 1982 und von 1983 bis 1999. red

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