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Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück: Fünf Kandidaten stehen schon fest

Bernkastel-Kues. Bisher hat immer ein Kandidat der CDU das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück gewonnen, zu dem die Verbandsgemeinden Traben-Trarbach, Thalfang und Bernkastel-Kues gehören. Mindestens vier Männer und eine Frau wollen im September das Mandat gewinnen. Harald Jansen

Bernkastel-Kues. Peter Bleser hat das, was andere gerne hätten. Seit mehr als 20 Jahren ist der Christdemokrat aus dem Kreis Cochem-Zell direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises 201 (siehe Extra). Er ist somit auch der einzige Abgeordnete aus seinem Wahlkreis, da es keinen anderen Politiker gibt, der über einer der Landeslisten den Sprung ins Parlament geschafft hat.
Während der parlamentarische Staatssekretär eine politische Konstante ist, versuchen im September durchweg andere Direktkandidaten als noch bei der Wahl 2009, dem Christdemokraten das Mandat abzujagen.
Bei der bisher letzten Wahl ging Marcus Heintel für die Sozialdemokraten ins Rennen. Im September will die Traben-Trarbacherin Anja Bindges das Mandat holen. Sie wurde von den Genossen zur Direktkandidatin gewählt.
Erstmals mit einem eigenen Kandidaten auf Wahlkreisebene tritt die ÖDP an. So wie seine Mitbewerberin stammt Erik Hofmann aus Traben-Trarbach.
Auch bei der FDP geht ein neuer Mann ins Rennen. Ralf Wilhelmi aus Simmern trat 2009 für die Liberalen an, 2013 will Werner Wöllstein aus Kirchberg an den Start gehen, sagt Thomas Auler, Chef der Liberalen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Vermutlich Ende März Zeit soll es eine Wahlversammlung auf der Bohrinsel am Flughafen Hahn geben. Wird dort Wöllstein von den Delegierten gewählt, stellt die FDP in jedem rheinland-pfälzischen Wahlkreis einen Bewerber um ein Direktmandat.
Ebenfalls schon einen Kandidaten hat die Linkspartei. Es ist der Cochem-Zeller Kreisvorsitzende Martin Krötz, der in Illerich lebt. Die Gemeinde liegt in der Verbandsgemeinde Kaisersesch, in der Nähe von Peter Blesers Heimatort Brachtendorf.
Jenseits dieser fünf Personalien wird es dann ein wenig spekulativer. Denn bei den anderen Parteien und Gruppierungen sind von den zuständigen Gremien bisher keine weiteren Direktkandidaten gewählt worden.
Auch die Grünen wollen einen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken. Wer nach Britta Steck im Jahr 2009 im Jahr 2013 ins Rennen geht, kann der Bernkastel-Wittlicher Günen-Kreischef Uwe Andretta noch nicht sagen. Es würden Gespräche geführt, die jedoch noch nicht abgeschlossen sind.
Ebenfalls mit einem eigenen Bewerber wollen die Freien Wähler antreten. Doch bei dieser Gruppierung steht ähnlich wie bei den Piraten aktuell noch kein Bewerber um das Direktmandat fest. Beide Gruppierungen treten erstmals an.Extra

Der Wahlkreis 203 (Bitburg) umfasst den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Vulkaneifel und die Stadt Wittlich sowie die Verbandsgemeinden Kröv-Bausendorf, Manderscheid und Wittlich-Land aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich. Seit 1949 hat jeweils ein Christdemokrat den Bundestagswahlkreis gewonnen. Auf Matthias Josef Mehs (Wittlich, 1949 bis 1953) folgten bisher Hans Richarts (Schwarzenborn (1953 bis 1972), Alois Mertes (Gerolstein, 1972 bis 1985), Peter Rauen (Salmtal, 1987 bis 2009) und Patrick Schnieder (Arzfeld, seit 2009). Bei der bisher letzten Bundestagswahl waren 168 357 Einwohner wahlberechtigt. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags werden zu einem Teil direkt in ihrem Wahlkreis (Erststimme) und zum anderen Teil über die Wahlliste ihrer Partei gewählt (Listenkandidat). Die beiden Stimmen können unabhängig voneinander gegeben werden. harExtra

Der Wahlkreis 201 (Mosel/Rhein-Hunsrück) umfasst den Landkreis Cochem-Zell, den Rhein-Hunsrück-Kreis und aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich die verbandsfreie Gemeinde Morbach sowie die Verbandsgemeinden Bernkastel-Kues, Thalfang und Traben-Trarbach. Bisher haben jeweils CDU-Mitglieder das Direktmandat gewonnen. Auf Paul Gibbert (Moselkern, 1949 bis 1969) folgte Klaus Bremm, der 1976 von Waltraud Will-Feld (Bernkastel-Kues) abgelöst wurde. Seit 1990 hat jeweils Peter Bleser (Brachtendorf) das Direktmandat gewonnen. har


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