1. Dossier

Was man beim Ring unbedingt dabeihaben sollte

Was man beim Ring unbedingt dabeihaben sollte

Was sollte der Ring-Besucher unbedingt dabei haben, um das Mega-Festival in der Eifel einigermaßen schadlos zu überstehen? Reichen Bier, Schlafsack, Dosenravioli und das Ticket aus? Wir meinen: Ja, aber es darf auch ein bisschen mehr sein. Hier ein paar Tipps, die vielleicht auch Ring-Veteranen neu und nützlich sein könnten.

Nein, wir reden hier jetzt nicht über Selbstverständlichkeiten wie Kumpels, Klappstuhl, Kleingeld, Klopapier - die braucht es unbedingt auf dem Ring. Vielmehr richten wir den Blick auf die kleinen, oft vergessenen, aber dennoch sehr nützlichen Dinge, die das Überleben auf der Riesenparty in der Eifel erleichtern.

Da sind erstens die Ohrstöpsel. "Ist nur was für Weicheier", dürfte der berechtigte Einwand von Hardcore-Festivalgängern und ohnehin Hörgeschädigten sein. Aber wer nach dem Rund-um-die-Uhr-Beschallungs-Wochenende wieder zur Arbeit, in die Schule oder auf die Uni muss, und außer einem Dauerpiepton im Ohr in der Woche danach noch etwas anderes hören möchte, der sollte zumindest in Erwägung ziehen, ein paar der kleinen gelben Schaumstoffpfropfen einzupacken. Ganz unten im Rucksack, wo sie niemand auf Anhieb sieht.

Zweitens sprechen wir uns an dieser Stelle für eine Warnweste aus - ganz nach modischem Geschmack gelb oder orange. Schließlich ist Auffallen eines der wichtigsten Ziele beim Ring-Besuch. Und das aparte Kleidungsstück, das mittlerweile für einen oder zwei Euro zu haben ist, kann in vielen alltäglichen Ring-Situationen durchaus nützlich sein. Wenn man sich verlaufen hat. Wenn man gerade auf einer der Zufahrtsstraßen ein Nickerchen zu machen gedenkt. Damit einen die jüngste Bekanntschaft auch nach einer kurzen Pinkelpause noch wiedererkennt.

Drittens: Sonnencreme, wasserfest. Riecht gut (kann helfen), schützt bei jedem Eifelwetter (kann auch helfen) und schmiert (zum Beispiel quietschende Klappstühle).

Viertens: Dosenöffner. Das kleine und einzigartige Utensil hätte so manchen Ringbesucher in den vergangenen Jahren davor bewahrt, vor Paletten voller köstlicher Nahrungsmittel ins Hungerkoma zu fallen. Oder hatte das einen anderen Grund?

Fünftens: ein Beilchen. Nein nicht zum Zerkleinern des trockenen Brennholzes. Das gibt es in den Wäldern rund um den Ring seit Jahren nicht mehr. Aber wie soll man sonst zur Nachtruhe kommen bei den unterarmdicken Boxenkabeln der Nachbarn?

Und zu guter Letzt: Kondome. Weil, und nur weil, so eingefleischte Festivalgänger, man die mit hohem Profit verkaufen könne. Quasi ein Kostenminimierungsfaktor. Und der ist heutzutage doch überall vonnöten - auf dem Ring und im richtigen Leben.
Tipps unserer Leser:


TV-Leser Rainer Schmitz ergänzt: Chili con Carne, Gaskocher, Gasflasche, Zelt, Salz und Pfeffer, Tabasco, um dem Nachbarn das Chili zu würzen, Schwenker, Holz zum Schwenker, gute Schuhe, Ohrenstopfen auf jeden Fall, kein Stoff ist Gift für's Gehirn, irgendetwas zum Draufliegen und Sitzen, Teller, Besteck, Schwenkfleisch, Schirmmütze, Bier, Regenschutz (Transporter mit Latten an die Seite planen und mit Folie überziehen), Englischwörterbuch, Kombizange, Draht, Schrauber, Schrauben, Musik, Reservekleidung, Reserveschuhe, Reservebrille, Jacke, Geld (gut versteckt) , Schraubenzieher, Batterien, Humpen, Reißzwecken, Taschenlampe, Edding, Ratschgurte, Gummiexpander, Fotoapparat, Würfelbecher und Würfel, Tesafilm, Kopfschmerztabletten, Führerschein und Personalausweis, Werkzeugsatz und Bohrer, Kugelschreiber, Mülleimer!!!