1. Serien und Specials

Welche Ortsvorsteher wollen nochmal?

Welche Ortsvorsteher wollen nochmal?

Am 7. Juni entscheiden die Bürger an den Wahlurnen auch, wer künftig Ortsvorsteher in den Ortsbezirken der Einheitsgemeinde wird. Der TV fragte nach, wer erneut antritt.

(iro/doth/urs) Die Ortsvorsteher in der Einheitsgemeinde Morbach sind alles andere als amtsmüde. Viele werfen erneut ihren Hut in den Ring.

Bischofsdhron: Ewald Gorges (FWM) hat nach eigener Aussage noch „Spaß an seinem Amt und will etwas für den Ort tun“. Der 62-jährige Informationselektroniker im Ruhestand kandidiert zum zweiten Mal im drittgrößten Ort der Einheitsgemeinde.

Elzerath: Winfried Lünemann will eine zweite Amtsperiode. Der 61-jährige Förster, der seit 1985 für Elzerath in der Kommunalpolitik engagiert ist, hat zwar ein SPD- Parteibuch, tritt aber in seinem 110-Einwohner-Ort als Einzelkandidat an.

Gonzerath. Dieter Thömmes steht auf dem ersten Platz der CDU- Liste in Gonzerath. Nach einer Legislaturperiode will er erneut fünf Jahre seinen 1190 Mitbürgern als Ortsvorsteher dienen. Der 61-jährige ehemalige Berufssoldat sammelt seit 1989 Erfahrung in der Kommunalpolitik und ist seit fünf Jahren Orts-Chef.

Gutenthal. Eine zweite Amtszeit strebt auch der Gutenthaler Ortsvorsteher Lorenz Gemmel an. Das 41-jährige CDU-Mitglied ist seit 15 Jahren im Ortsbeirat für seine 450 Mitbürger engagiert. Der gelernte Metzger tritt als Einzelkandidat bei der Wahl an.

Haag: „Jawoll, ich bin wieder dabei“, sagt der 71-jährige Norbert Schemer, der seit 1974 dabei ist. Schemer ist zwar CDU-Mitglied, bewirbt sich aber als Einzelbewerber. Wird er gewählt, ist es seine achte Legislaturperiode.

Heinzerath. „Aus Spaß an der Freude, Ortsvorsteher zu sein“, will Friedhelm Schlarp weitermachen. Der 58-jährige Bauunternehmer ist CDU- Mitglied, geht jedoch als Einzelbewerber ins Rennen. Zweimal war er bereits für den 320-Einwohner-Ort im Ortsbeirat engagiert.

Hinzerath: Neu im kommunalen Geschäft ist auch Hermann Moseler nicht. Das SPD-Mitglied bewirbt sich als Einzelkandidat bei den 430 Mitbürgern um eine zweite Amtszeit als Ortsvorsteher. Der 58-jährige kaufmännische Angestellte ist seit 1983 in der Kommunalpolitik aktiv.

Hoxel: Auch Achim Zender (FWM) stellt sich erneut der Wahl. Der 46-Jährige ist seit 1994 Ortsvorsteher in Hoxel. Er möchte die Verantwortung nach eigener Aussage nochmals schultern. Er ist auch Fraktionssprecher der Freien Wählergruppe Morbach im Gemeinderat.

Hundheim: „Ich bin wieder dabei“, sagt der 52-jährige Landwirt Joachim Gutweiler, der seit zwei Legislaturperioden den 660 Hundheimern als Ortsvorsteher dient. Er hat sich für die dritte Amtszeit auf den Listen der CDU und der Unabhängigen Wählergruppe Morbach (UVM) aufstellen lassen.

In zehn Morbacher Ortsbezirken kandidieren nur die Amtsinhaber. Die Bürger der anderen Orte haben jedoch eine echte Wahl, da jeweils zwei Kandidaten antreten – darunter auch vier Amtsinhaber. In Morscheid-Riedenburg ist kein Nachfolger in Aussicht für Amtsinhaberin Petra Arend, die nicht mehr antritt. Daher muss sich dort der künftige Ortsbeirat Gedanken machen, wer im Ort das Sagen haben soll. In Wederath war so vor fünf Jahren die Wahl auf Daniela Petry gefallen.

Spannender verspricht die Urwahl in vier anderen Orten zu werden. In Bischofsdhron, Elzerath, Hundheim und Wolzburg treten jeweils der Amtsinhaber und ein Gegenkandidat an. In Bischofsdhron kandidiert neben Ortschef Ewald Gorges (FWG) Manuela Gröger. Die Hausfrau Mitte Vierzig tritt für keine Partei an, sondern als Einzelbewerberin. Ebenso wie der Elzerather Ortsvorsteher Winfried Lünemann und dessen Gegenkandidat, der Elektrotechniker Jörg Wirz. In Hundheim gehen die Einzelbewerber Joachim Gutweiler als Amtsinhaber und der Verwaltungsangestellte Ulrich Wilbert an den Start. Interessant wird es in Wolzburg: Sollte Vorsteher Rudolf Frenzer Alois Späder unterliegen, hätte im Dorf wieder der frühere Ortsvorsteher das Sagen.

Vier andere Dörfer bekommen einen neuen Chef. Heribert Knob (Hunolstein), Wolfgang Martini (Merscheid), Hans Jung (Morbach) und Hildegard Nauerth-Mettler (Wenigerath) kandidieren nicht mehr. Allerdings gibt es ebenfalls je zwei Kandidaten. Im Ortsbezirk Morbach kandidieren der Erste Beigeordnete Georg Schuh (CDU) und Brigitte Heintel (SPD). Ansonsten treten nur Einzelbewerber an. In Hunolstein haben sich der Holzbearbeitungsmechaniker Frank Klein und die Hausfrau Marita Bernard beworben und in Merscheid der Sozialversicherungsfachangestellte Ronald Schombrutzki sowie der Landwirt Bernd Flesch. Die Wenigerather können wählen zwischen dem kaufmännischen Angestellten Thomas Jakobs und dem Kraftfahrzeugmechanikermeister Hermann-Josef Greber.

In den übrigen zehn Ortsbezirken ist die Urwahl unspektakulär. Dort stehen die Amtsinhaber allein zur Wahl. Es sind: Dietmar Thömmes (Gonzerath), Lorenz Gemmel (Gutenthal), Norbert Schemer (Haag), Friedhelm Schlarp (Heinzerath), Hermann Moseler (Hinzerath), Achim Zender (Hoxel), Günter Schmitz (Odert), Egon Schabbach (Rapperath), Daniela Petry (Wederath) und Willi Feilen (Weiperath).