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Wenn nicht Schwarz-Gelb, dann große Koalition

Wenn nicht Schwarz-Gelb, dann große Koalition

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, dürfte die amtierende schwarz-gelbe Koalition weiterregieren. Das ist das Ergebnis des jüngsten ARD-Deutschlandstrends, der die Union mit weitem Abstand an der Spitze sieht.

Rückenwind für die Koalition: Fünf Wochen vor der Bundestagswahl gibt es weiter eine Mehrheit für das schwarz-gelbe Bündnis. Union (42 Prozent) und Liberale (fünf Prozent) kommen danach gemeinsam auf 47 Prozent, exakt das gleiche Ergebnis wie in den beiden vorausgegangenen Wochen. Die SPD stagniert im Vergleich zur Vorwoche bei 25 Prozent, während sich die Grünen leicht verschlechterten und bei der Sonntagsfrage jetzt zwölf Prozent erreichen. Einen Prozentpunkt dazu gewann die Linke (8 Prozent). Piraten und die Euro-Kritiker AfD scheitern nach dem von infratest dimap erhobenen ARD-Deutschlandtrend an der Fünf-Prozent-Hürde und sind damit im nächsten Bundestag nicht vertreten.Bundestagswahl 2013


Für die Liberalen geht die Zitterpartie also weiter. Auch in den Umfragen der meisten anderen großen Meinungsforschungsinstitute steht die FDP bei fünf Prozent und muss damit um ihren Wiedereinzug ins Parlament bangen.
Das wiederum führt automatisch zu der Frage, mit wem die Union denn anbandeln soll, wenn es für Schwarz-Gelb am 22. September nicht reichen sollte.

Mit der SPD, sagen beim ARD-Deutschlandtrend 64 Prozent der Befragten. Unter den Unions-Anhängern ist die Zustimmung für eine große Koalition sogar noch etwas größer. Nur jeder vierte Befragte würde dagegen ein schwarz-grünes Bündnis befürworten, auch wenn es rein rechnerisch derzeit dafür reichen würde. Und welche Präferenzen hätten die Sozialdemokraten in einer solchen Situation? Für eine große Koalition wären 33 Prozent der SPD-Anhänger. 34 Prozent wären der Meinung, die Partei solle besser in der Opposition bleiben. Ein rot-rot-grünes Dreier-Bündnis befürwortet nur jeder vierte SPD-Anhänger. Unter allen Befragten liegt die Zustimmung mit 16 Prozent sogar noch deutlich darunter.

Bleibt die Frage, welchen Themen denn die Bürger bei ihrer Wahlentscheidung eine große Bedeutung zumessen. Dem politischen Streit um die Überwachung durch Geheimdienste jedenfalls keine besonders große. Gerade einmal 17 Prozent sagen: Das Thema ist wichtig für meine Wahlentscheidung.
Doppelt so viele sorgen sich um die Zukunft des Euro, die künftige Steuerpolitik oder Energieversorgung. Und am allerwichtigsten ist für die meisten Wähler eine gute Absicherung im Alter sowie angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen.


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