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Westerwelle kritisiert TV-Duelle

Westerwelle kritisiert TV-Duelle

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hat die geplanten TV-Duelle vor der Bundestagswahl kritisiert.

Dass die Kandidaten der Opposition sich in einem „B-Movie“ getrennt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier duellieren müssten, sei ein „Witz“ und zeuge von einem „lustigen Demokratieverständnis“ bei den Fernsehsendern, sagte Westerwelle beim „Baumwallgespräch“, einer Veranstaltung des Verlags Gruner + Jahr. „Wenn im russischen Staatsfernsehen die Opposition zwei Wochen vor dem entscheidenden Duell ausgeblendet werden würde, dann hätte man Zweifel. Wenn aber im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sich die Regierung in ein Selbstgespräch begibt, benutzt sie auch noch das Wort Duell.“

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann wies die Kritik zurück. Man habe die Spitzenkandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien zu der 75 Minuten langen Gesprächssendung „Die Favoriten“ eingeladen (21. September, 21.00 Uhr). Dort werde es den direkten Schlagabtausch von Regierungs- und Oppositionsparteien geben. „Selbstverständlich freuen wir uns auf Guido Westerwelle als Gast, der dort Gelegenheit hat, sich zu den zentralen Wahlthemen seiner Partei zu äußern.“

Darüber hinaus planen die Sender vor der Bundestagswahl am 27. September auch ein „kleines Fernsehduell“ mit den Spitzenkandidaten von FDP, Grünen und Linke (14. September) sowie das „große Duell“ mit Merkel und Steinmeier, das terminlich noch offen ist.