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Zwei Männer, eine Alternative

Zwei Männer, eine Alternative

Moritz Petry (CDU) und Rudolf Schmitt (SPD) kämpfen bei der Kommunalwahl um das Bürgermeister-Amt in der Verbandsgemeinde Irrel. Im Rahmen der TV-Wahlkampf-Berichterstattung hat der TV beide Bewerber gebeten, fünf Sätze zu vervollständigen, in denen sie ihre Positionen zu wichtigen Themen der Irreler Kommunalpolitik deutlich machen.

1. Nach der Gebietsreform wird die Verbandsgemeinde Irrel...

Moritz Petry (CDU) .... weiterhin Bestand haben. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, den Verwaltungsstandort Irrel zu erhalten. Die Gebietsreform darf nicht zulasten von Bevölkerung und Verwaltungsmitarbeiter gehen. Die Verwaltung muss weiter in der Lage sein, die Bürger und die Ortsgemeinden umfassend zu betreuen. Dies würde eine "groß fusionierte" VG nicht leisten können.

Rudolf Schmitt (SPD) ... vielleicht nicht mehr Verbandsgemeinde Irrel heißen, aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Zumindest muss gewährleistet bleiben, dass alle Einwohner kurze Wege zu "ihrer" Verwaltung behalten.

2. Von der Nähe zu Luxemburg wird die Verbandsgemeinde Irrel profitieren, weil...

Moritz Petry (CDU) ... sich die grenzüberschreitenden Kooperationen bewährt haben. Durch gemeinsame Abwasserzweckverbände werden Kosten eingespart. Der Austausch von Ideen im Bereich des Tourismus sorgt dafür, dass Konzepte auf beiden Seiten der Grenze entwickelt und umgesetzt werden. Selbst Kooperationen zwischen beiden Schulsystemen können und sollen angedacht werden.

Rudolf Schmitt (SPD) ... immer mehr Leute aus dem "Ländchen" bei uns in unmittelbarer Grenznähe ein bezahlbares Zuhause suchen. Außerdem gibt es dort Arbeitsplätze, die wesentlich attraktiver sind als bei uns. Wünschenswert wäre auch der weitere Ausbau grenzüberschreitender Feuerwehren.

3. Die Zukunft der Schulen in der Verbandsgemeinde Irrel sehe ich...

Moritz Petry (CDU) .. positiv. Ich begrüße die Möglichkeit, dass in Irrel eine Integrierte Gesamtschule mit einer gymnasialen Oberstufe entstehen soll. Damit bleibt der Standort auch für Schüler aus den umliegenden Verbandsgemeinden attraktiv und wird sogar noch mehr Kinder anziehen. Dies sichert die Grundschule in Bollendorf.

Rudolf Schmitt (SPD) ... auf einem guten Weg. Alle Schulformen stehen allen Schülern in erreichbarer Nähe zur Verfügung. Dies gilt es zu bewahren und zu fördern, insbesondere den Ausbau von Betreuungsangeboten für die Kinder berufstätiger Eltern.

4. Durch die neue Tourismuszentrale in Bollendorf wird die Verbandsgemeinde Irrel...

Moritz Petry (CDU) ... noch attraktiver für Feriengäste. Die Touristen und ebenso die vom Tourismus abhängigen Betriebe benötigen kompetente Ansprechpartner, die sie unterstützen. Damit wird die VG erneut besser präsentiert und vermarktet. Die Verbandsgemeinde investiert zu Recht in diesen Bereich, denn ich halte ihn für einen wichtigen Pfeiler ihrer Zukunft.

Rudolf Schmitt (SPD) ... künftig in der Lage sein, noch besser und kompetenter mit gebündelten Kräften um Gäste für unsere wunderschöne, erholsame und abwechslungsreiche Heimat zu werden. Gerade durch die Nähe zur "Luxemburger Schweiz" lassen sich auch international Kontakte knüpfen, die unserer heimischen Wirtschaft in vielfältiger Weise zum Nutzen gereichen werden.

5. Ich will die Wirtschaft in der VG Irrel stärken, indem...

Moritz Petry (CDU) ... ich mich für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen in der Verbandsgemeinde einsetze. Das Gewerbegebiet "Zweikreuz" bietet dafür die besten Voraussetzungen. ich möchte dabei mithelfen, dass Bürokratie die Unternehmer und insbesondere Landwirte mit ihren Ideen und ihrem Engagement nicht behindert.

Rudolf Schmitt (SPD) ... die Ansiedlung neuer kleiner und mittlerer Gewerbe- und Industriebetriebe von der Verwaltung unterstützend begleitet wird. Dabei sollen bürokratische Hemmnisse möglichst beseitigt werden. Wir werden hierfür entsprechend attraktive Gewerbeflächen schaffen, wie zur Zeit das bei Zweikreuz entstehende große Gewerbegebiet, das den einzelnen Bürger durch seine Lage so wenig wie möglich stören wird.