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Zwei Männer, eine spannende Stichwahl am Sonntag

Zwei Männer, eine spannende Stichwahl am Sonntag

In den Verbandsgemeinden Wittlich-Land und Manderscheid ist an Pfingstsonntag Stichwahltag. Nach dem ersten Wahlgang liegt Dennis Junk 13,7 Prozentpunkte vor Alois Meyer. Diese Vorlage gibt keinem der Männer Anlass, sich auszuruhen. Auch die Ex-Mitbewerber und Parteien positionieren sich.

Wittlich-Land/Manderscheid. Fast 23 600 Menschen können in den Verbandsgemeinden Manderscheid und Wittlich-Land erneut entscheiden, wer ihr künftiger Bürgermeister sein soll. Zwar ging der erste Wahlgang mit noch sechs Kandidaten nicht als Kopf-an-Kopf-Rennen aus: Dennis Junk (CDU) lag mit 49,5 Prozent (7208 Stimmen) vor Alois Meyer (FWG) mit 35,8 Prozent (5217 Stimmen). Aber längst nicht jeder der rund 23 600 Wahlberechtigten hatte sein Votum gegeben: Es waren nur 63,9 Prozent (14 560 gültige Stimmen).Bürgermeister- Wahl


Bis Pfingstsonntag gilt es daher, Nicht-Wähler zu mobilisieren, andere von der Wichtigkeit des erneuten Wahlgangs zu überzeugen und womöglich die mehr als 2000 Menschen für sich zu gewinnen, die zunächst für einen der vier übrigen Kandidaten gestimmt haben.
Eine Kandidatin war Claudia Laux, die für Bündnis90/Die Grünen angetreten ist und sechs Prozent der Wählerstimmen erhalten hat. Sie sagt: "Die neue Ratsfraktion der Grünen hat sich mehrheitlich entschieden, jetzt Dennis Junk zu unterstützen. Ich habe am Stichwahltag Geburtstag und bin im Wahllokal in Osann-Monzel."
Rita Wagner, die als FDP-Kandidatin 5,4 Prozent der Stimmen bekommen hat, sagt: "Die FDP Wittlich-Land blickt auf eine mehr als zehnjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit im Verbandsgemeinderat mit der CDU zurück. Diese erfolgreiche Arbeit möchte die FDP fortsetzen. Der Kandidat der CDU, Dennis Junk, erscheint der FDP als der geeignete Kandidat, die Verbandsgemeinde künftig zu leiten. Daher bitte ich im Namen der Fraktion alle Wählerinnen und Wähler, am Sonntag zur Stichwahl zu gehen. Wer verhindert sein sollte, möge unbedingt die Möglichkeiten zur Briefwahl nutzen."SPD: "Wir verhalten uns neutral"


Die hat Gertrud Hüppeler-Meuer schon genutzt. Sie ist für die ÖDP angetreten und bekam 1,8 Prozent der Stimmen. Sie sagt: "Ich halte Alois Meyer für qualifizierter, weil er mehr Berufserfahrung hat. Auch bei der Podiumsdiskussion hat er mir am besten gefallen. Ihm gebe ich auf jeden Fall den Vorzug."
Stephan Henkel, der als unabhängiger Kandidat 1,5 Prozent bekam, sagt: "Schwierig. Dennis Junk hat die CDU hinter sich und kann wahrscheinlich einiges bewirken. Als Underdog wünsche ich mir, dass jemand wie Alois Meyer aufholt. Aber ich gehe davon aus, dass die Klagen gegen die Fusion greifen und sowieso noch mal gewählt werden muss."
Bleibt noch die SPD, die keinen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt hat. Angelika Brost, die Spitzenkandidatin der SPD-Liste für die neue Verbandsgemeinde Wittlich-Land ist, sagt: "Wir haben entschieden, keine Empfehlung abzugeben und niemanden zu unterstützen. Wir verhalten uns neutral. Der Bürger soll sich zwischen den beiden Kandidaten entscheiden."320 Helfer im Sonntagsdienst


Wer das nicht per Briefwahl tut, die bereits mehr als 4000 Menschen genutzt haben, geht in eins der 52 Wahllokale. Sie haben am Sonntag von acht bis 18 Uhr geöffnet, dank der mehr als 320 Helfer, die am Feiertag Sondereinsatz zur Stichwahl haben. Und dann muss vermutlich nicht stundenlang in einer Zitterpartie auf das Endergebnis gewartet werden.
Leo Merges, bei der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land als Wahlleiter zuständig, sagt: "Das wird wohl relativ schnell gehen. Wir rechnen mit einem Ergebnis gegen 19 Uhr."