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Die Qual der Wahl: Formen der Online-Nachhilfe

  : Die Qual der Wahl: Formen der Online-Nachhilfe

 

Nicht nur die Schulen laufen während des Homeschooling und im Wechselunterricht digital. Auch viele Nachhilfeanbieter haben ihr Angebot um Online-Unterricht ergänzt. Im stetig wachsenden und vielseitigen Angebot fühlen sich Eltern immer verunsicherter, welche Form der Online-Nachhilfe für ihr Kind geeignet ist. Achim Köhnen, Sachverständiger für schulische Angelegenheiten, gibt einen Überblick über die gängigsten Optionen:

Zum „Nachschlagen“ von Formeln oder Regeln eignen sich beispielsweise Online-Videos bekannter Plattformen prima. Kann Ihr Kind die Inhalte hinterher auch umsetzen, hat es eine Quelle gefunden, die „auf seiner Wellenlänge erklärt“ und die aus lernpsychologischer Sicht als eher hochwertiger einzuschätzen ist. Bei Online-Übungen, die sich besonders zum Vertiefen von Schulstoff eignen, ist unbedingt drauf zu achten, dass Ihr Kind nicht einfach „nach Versuch und Irrtum herumklickt“, bis alle Häkchen grün sind, sondern dass es „mit Verstand“ die Übungen bearbeitet. Nur so kann der bereits vorab gelernte Stoff auch nachhaltig verankert werden. Bestehen fachliche Lücken, ist die meist kostenintensivste Variante, ein Live-Online-Unterricht mit einer Lehrerin oder einem Lehrer die wohl beste Wahl. Denn im Gespräch können zu jeder Zeit Rückfragen gestellt werden. Fachliche Lücken lassen sich in der Regel durch die direkte Interaktionsmöglichkeit mit der Lehrkraft am besten aufarbeiten. Auch kann hier individuell auf Ihr Kind und dessen Lernstrategien eingegangen werden. Manche Plattformen nutzen lediglich einen Chat mit Schreibfunktion für Schülerfragen. Aus meiner Erfahrung her ist das eher komplizierter als der Live-Unterricht.

Die wichtigste Voraussetzung für den Online-Unterricht ist, dass man weiß, wie man mit der Technik umgeht und welche Hard- beziehungsweise Software man benötigt. Einige Plattformen laufen online-basiert und universell auf allen Geräten (und Betriebssystemen) und benötigen gar keine Software.
 

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Für Ihren Geldbeutel ist es wichtig, in Erfahrung zu bringen, ob Sie die Einweisung in den digitalen Schulraum vorab in einem vielleicht kostenlosen Erstgespräch bekommen oder ob beim ersten Kontakt bereits der Gebührenzähler tickt und bereits ein Vertrag laufen muss. Die Kür besteht in der Bearbeitung von Dokumenten. „Halte mal dein Arbeitsblatt in die Kamera“ ist hier eher ungünstig. Optimum ist das simultan per Stift beschreibbare Whiteboard. Ihr Kind sieht hier direkt, was der Lehrer schreibt und umgekehrt. Die Krönung: Plattformen, in die man Arbeitsblätter einlesen, gemeinsam ausfüllen und abspeichern, beziehungsweise ausdrucken, kann.

Auch Gruppenunterricht kann online durchaus Sinn machen. Denn es können Synergie-Effekte entstehen, die man vorher nicht ahnte. Hier gilt es allerdings nachzufragen, da jedes Institut anders mit dem Gruppenunterricht umgeht. Da man beim Online-Unterricht weniger Bewegung hat und verkrampfter sitzt als beim „normalen“ Unterricht, empfiehlt es sich, sich vor dem Unterricht zu bewegen (das „pustet das Gehirn durch und stellt es auf Empfang“) und sich unbedingt nach dem Unterricht zu bewegen, um aus der Krampfhaltung herauszukommen.

Kleine Faustregel:

Überlegen Sie sich, was Sie vom klassischen Nachhilfe-Unterricht im Institut erwarten würden („Offline-Unterricht“) und suchen Sie sich den Anbieter heraus, der mit seinem Angebot am ehesten Ihren Vorstellungen nahe kommt und wo Sie die wenigsten Abstriche machen müssen.
 

Musik fördert die Entwicklung der Kinder auf diversen Wegen. Grundsätzlich werden die Gehirnsektionen stimuliert, die für das Lernen, das Erinnern und die Kreativität zuständig sind. Wichtig ist auch die Tatsache, dass sich beim aktiven Musizieren, beide Hirnhälften mit zusätzlichen Synapsen verknüpfen. Im Alter von fünf bis sechs Jahren können Kinder beginnen, ein Instrument zu spielen, vorher ist musikalische Früherziehung hilfreich.