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Leben, wo andere Urlaub machen

Wunderschön: Kell am See : Leben, wo andere Urlaub machen


Der Luftkurort und ehemalige Verbandsgemeindesitz Kell am See zählt zu den beliebtesten Urlaubsorten im Hunsrück. Mit jährlich um die 200 000 Übernachtungen rangierte er teils gleich hinter dem Spitzenreiter Lautzenhausen, der Sitzgemeinde des Flughafens Frankfurt-Hahn.

Mit entscheidend dafür ist, abgesehen von der idyllischen Lage inmitten des Schwarzwälder Hochwalds die für Erholungssuchende wie für Familien oder Sportbegeisterte attraktive Infrastruktur. Zertifizierte Premiumrouten werden den Bedürfnissen von Wanderern, Radfahrern und Mountainbikern ebenso gerecht wie denen von Spaziergängern aller Generationen. Ein besonders wertvolles Pfund der Ortsgemeinde wie der gesamten Region ist der über die Jahre beständig modernisierte und erweiterte Ferienpark Landal Hochwald.

Lebens- und liebenswertes Umfeld

Ein zweites solides Standbein – der Ortsgemeinde wie der Region – sind Industrie- und Gewerbestandorte, die viele Arbeitsplätze – auch in Handwerk, Handel und im Dienstleistungsbereich bieten.
          

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Einen großen Bekanntheitsgrad weit über die Ortsgrenzen hinaus gewährleistet zudem das zwischen Kell am See und Schillingen terrassenförmig angelegte Freibad mit dem seit Jahrzehnten beliebten Campingplatz. Standortvorteile für die Bürger, die von einem regen Vereinsleben profitieren, sind die intakte Infrastruktur mit Kindergarten, Grundschule und Realschule plus sowie ein lebenswertes Umfeld für Menschen jeden Alters. Die kontinuierliche Ausweisung von Bauland sichert einen steten Zuzug jüngerer Leute und von Familien. Als besondere Publikumsmagneten mit teils sehr weit anreisenden Besuchern erwiesen sich in den vergangenen Jahren Großveranstaltungen. So etwa die jährliche Tierschau im Rahmen der Keller Kirmes oder das Seefest mit einem sich entlang des Seeufers schlängelnden Handwerkermarkt mit hochwertigen Produkten und Leckerem aus der Region. Touristisch blühte die Gemeinde wie die ehemalige Verbandsgemeinde ganz entscheidend durch den vor rund 50 Jahren neu angelegten See auf. Seither hat sich der Keller Stausee weit über die Region bis in angrenzende Nachbarländer hinein als Urlaubsziel etabliert. Die Attraktivität vor Ort steigern touristische Highlights wie der rund zehn Jahre junge Ruwer-Hochwald-Radweg, der über den ehemaligen Damm der Hunsrückbahn führt. Attraktionen für Wanderer, Nordic-Walker und Spaziergänger sind der Premiumfernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig mit seinen Traumschleifen, malerischen Rundwegen, die über kleinere Umwege zu Sehenswürdigkeiten und phantastischen Ausblicken führen. Im Bereich der ehemaligen VG Kell am See sind das die Traumschleifen Ruwer-Hochwald-Schleife bei Hentern, der Schillinger Panoramaweg bei Schillingen, der Greimerather Höhenweg bei Greimerath und die „Hochwald-Acht“ bei Waldweiler und Kell am See. Bereichert werden sie durch attraktive Themenwanderwege, die unter anderem bis ins Ruwertal führen, sowie dank vielfältiger gastronomischer und kulinarischer Angebote entlang der Routen. Ein Muss für Naturfreunde ist der durch den Weyrichsbruch, eine Hochmoorlandschaft , zur Quelle der Ruwer führende Knüppeldamm.
           

Wer dem über Hochmoore führenden Knüppeldamm folgt, gelangt zur Quelle der Ruwer. Foto: Ursula Schmieder
Wer dem über Hochmoore führenden Knüppeldamm folgt, gelangt zur Quelle der Ruwer. Foto: Ursula Schmieder

Der Keller Stausee, rund 700 Meter lang und 250 bis 420 Meter breit, bietet vielfältige Freizeit und Wassersportmöglichkeiten. Wanderer kommen dort ebenso auf ihre Kosten wie Spaziergänger und Reiter ebenso wie Familien oder Gruppenreisende wie Vereine. Besonders beliebt sind beispielsweise der Kletter- und Erlebniswald, der bis zu 14 Meter über den Erdboden führt, die Mini-Soccer-Kicker-Anlage und ein Kinderparcours, speziell für die kleineren Gäste. Der See lässt sich bequem zu Fuß erkunden – entlang eines nahezu ebenen 2,2 Kilometer langen Rundweges mit diversen Einkehrmöglichkeiten. Bereichern kann das ein Abstecher zu einem mit Quellwasser gespeisten Wassertretbecken inmitten einer herrlichen Waldlichtung. Dank der Erkenntnisse von Sebastian Kneipp lassen sich dort der Kreislauf ankurbeln und die Abwehrkräfte stärken. Wer Wasser liebt, aber nicht nass werden möchte, kann den See zudem per Tretboot erkunden. Passionierte Angler können ihrem Hobby in den weniger frequentierten Stunden in aller Ruhe frönen.

Der Blick in die Geschichte

Die Ortsgemeinde Kell ist 634 als Callida erstmals urkundlich erwähnt. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Menschen nach Amerika aus. Denn die wirtschaft lichen Bedingungen in der Heimat waren schwierig, was sich erst durch den Bau der Eisenbahn änderte. Sie wurde am 14. August 1888 eröffnet und bescherte der ganzen Großregion einen Aufschwung. Bauern konnten nun ihre Produkte besser vermarkten und Erholungssuchende Städter gelangten bequem aufs Land. Heute sind die Bahngleise demontiert. Über die einstigen Bahndämme verläuft nun der Ruwer-Hochwald-Radweg. Die ehemalige Verbandsgemeinde Kell, seit 1992 Kell am See, bildete sich 1970: aus Dörfern der Alt-VG, zu der Heddert, Lampaden, Mandern, Schillingen, Waldweiler und das damals der VG Ruwer angegliederte Hinzenburg gehörten, und den Hochwald-Dörfern der VG Saarburg-Ost mit Baldringen, Greimerath, Hentern, Paschel, Schömerich, Vierherrenborn und Zerf. Ende 2017 lebten in der VG Kell am See mit einer Fläche von 16 016 Hektar und der Keller Mulde als markanter Landschaft insgesamt 9268 Menschen in 13 Ortsgemeinden. Die größte davon, Kell am See, zählte 1925 Bürger, gefolgt von Zerf mit 1486 und Schillingen mit 1203. Einwohnerzahlen der weiteren Dörfer: Greimerath 957, Mandern 853, Waldweiler 806, Lampaden 566, Hentern 391, Heddert 264, Baldringen 256, Paschel 238, Vierherrenborn 197, Schömerich 126.
 

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Der Keller See als Anziehungspunkt

Der Stausee Kell wurde erst vor rund 50 Jahren angelegt. Vorausgegangen war die Gründung eines Vereins, der bis heute aktiv ist, am 8. Mai 1967. Ambitionierte Hochwälder starteten durch mit dem Verein „Erholungsgebiet Hochwald zwischen Mosel und Saar“, der bis 1970 als Osburger Hochwald firmierte. Ihr Ziel: Sie wollten das Gebiet der Mitgliedsgemeinden strukturell entwickeln – als „Fremdenverkehrs- und Erholungsgebiet“ wie landwirtschaftlich und industriell – und sie wollten Arbeitsplätze schaffen. Die Basis bildete ein vom Kreis beauftragtes Gutachten. Als Leuchtturmprojekte wurden realisiert: der Keller Stausee mit dem Feriendorf, das Freibad und der Campingplatz. Außerdem wurden angelegt: Weiheranlagen mit Freizeitangeboten in Beuren, Holzerath und Schillingen, der Knüppeldamm Weyrichsbruch, Wassertretbecken, Wanderwege mit Bänken und Schutzhütten, Aussichtspunkte, Parkplätze und das Umfeld von Naturdenkmälern und Biotopen. Öffentliche Projekte brachten zusätzliche Aufgaben mit sich: der Ruwer-Hochwald-Radweg, Mountainbike-Routen, der Premiumfernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig mit seinen Traumschleifen. Das Haushaltsvolumen des Vereins beträgt knapp 80 000 Euro, sein Gebiet umfasst 432 Quadratkilometer. Mitglieder sind heute: die drei VGs, die Städte Hermeskeil und Trier, 45 Ortsgemeinden der VGs, 35 private und juristische Personen.