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Um Welt bewusst Sein Hochwald Foods verfolgt in Sachen Nachhaltigkeit hohe Ziele

Fotos: Dirk Guldner, Saarbrücken

Nachhaltig Werte zu sichern und auszubauen, ist Teil unserer DNA“, sagt Nachhaltigkeitsmanagerin Noura Rhemouga von der Thalfanger Molkerei Hochwald Foods GmbH. „Dabei verfolgen wir immer einen ganzheitlichen Ansatz aus Ökonomie, Ökologie, Soziales und Landwirtschaft.“ Schon seit 2016 ist Hochwald Mitglied im DSF (Dairy Sustainability Framework). Ein Jahr später wurde die strategische Ausrichtung durch die Gründung einer eigenen Abteilung bekräftigt. Ökologische Nachhaltigkeit werde bei dem genossenschaftlich strukturierten Unternehmen stets entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet. Seit 2017 ist der Lebensmittelproduzent auch Mitglied der internationalen Organisation „Cool Farm Alliance“. Die Hochwald-Milcherzeuger nutzen das „Cool Farm Tool“ zur Bewertung ihres CO2-Fußabdrucks für ihre Rohmilch und erarbeiten gemeinsam mit Hochwald Lösungen für eine optimierte Bilanz. Diese fließt mit ein in den jährlich ermittelten CO2-Fußabdruck des gesamten Unternehmens, den Hochwald gemäß Greenhouse Gas Protocol in den Kategorien 1, 2 und 3 errechnet.

   

Etwa 60 Einzelprojekte werden aktuell auf der Agenda der Arbeitsgruppe Klimastrategie und -ziele genauer beleuchtet. „Wichtig ist, jedes einzelne Projekt zu Ende zu denken und die Wirtschaftlichkeit nicht außen vor zu lassen. Wir investieren vor allem in Themen, die die technische Optimierung vorantreiben, besonders im Energiebereich“, so Noura Rhemouga.

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Hochwald hat sich ambitionierte Ziele gesteckt: bis 2045 auf Unternehmensebene klimaneutral zu sein. Dabei ist ausgerechnet der Rohstoff Milch für 80 Prozent der Hochwald-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Denn Kühe setzen beim Verdauen Methan frei und geben es an die Umwelt ab. Da sich Methan im Vergleich zu Kohlendioxid zehn- bis 25-mal so stark auf den Treibhauseffekt auswirkt, suchen Forscher seit Jahren nach Möglichkeiten, die Methanbildung bei Wiederkäuern einzudämmen. Auch Hochwald arbeitet intensiv daran, diese Emissionen zu reduzieren. So haben die Thalfanger gemeinsam mit Nestlé Ende 2021 das Pilotprojekt „NetZero“, die erste „Klima-Milchfarm“ in Deutschland, gestartet. Ziel ist, den Fußabdruck des exemplarisch ausgewählten hessischen Milchviehbetriebs der Familie Frese mit 135 Kühen auf ein Minimum zu bringen. Aus seiner Milch wird unter anderem Mozarella für die Nestlé Wagner Pizzen hergestellt. Über einen Zeitraum von drei Jahren wird Nestlé Deutschland den Milchviehbetrieb ihres langjährigen Lieferanten Hochwald „unter die Lupe nehmen“. Geleitet wird das Projekt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), mit wissenschaftlicher und fachlicher Beratung der Projektpartner Thünen Institut für Betriebswirtschaft und der Bodensee Stiftung. Zunächst werden Experten der Hochschule alle Emissionen des Betriebs erheben. Anschließend folgen sukzessive rund 30 Schritte, die eine Reduktion der Emissionen versprechen. Diese reichen von der optimalen Fütterung der Kühe über gasdichte Güllelagerung, den Bau einer Biogasanlage, Energiegewinnung durch Photovoltaikanlagen bis hin zu optimiertem Herdenmanagement. Parallel dazu werden Vorhaben umgesetzt, um mehr Treibhausgase zu speichern – etwa durch Humusaufbau im Boden. „Wenn wir über CO2-Speicherung sprechen, ist das deutsche Klima-Ziel nur mit der Landwirtschaft erreichbar“, sagt Noura Rhemouga.
  

Modernste Molkerei Europas

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Seit Januar läuft am Hochwald-Standort Mechernich die kommerzielle Produktion von haltbaren Milchprodukten. Gemeinsam mit allen Beteiligten wurde das Neubauprojekt durch die Covid19-Zeit und die Flut im Sommer 2021 auf Kurs gehalten. Die Fabrik in Mechernich ist die modernste Molkerei Europas. Die neue Wirkungsstätte ist für Hochwald ein Leuchtturmprojekt für nachhaltige Produktion. Hocheffiziente Prozesstechnologie mit besonders langen Laufzeiten der Anlagen sorgen für einen ressourcenschonenden Betrieb. Zudem spart das ausgeklügelte Cleaning-in-Place-(CIP-) Konzept Wasser. Energieeffiziente Wärmetauscher führen die sonst verschwendete Abwärme aus dem Prozess in einen Energiekreislauf zurück, um sie an anderer Stelle wieder zu nutzen.

Hochwald Foods wird in der neuen Anlage künftig zirka 800 Millionen kg Milch pro Jahr zu hochwertigen Milchprodukten wie H-Milch, H-Sahne, H-Milchmischprodukte sowie Kondensmilch verarbeiten.

Mehr als 200 Mitarbeiter:innen finden hier einen hochmodernen und sicheren Arbeitsplatz, mehr als 1250 Landwirte aus der Region einen zuverlässigen Abnehmer ihrer Rohmilch.
  

Hochwald stellt seit 1932 hochwertige Lebensmittel aus dem Rohstoff Milch für Menschen in der ganzen Welt her. An 10 Standorten produzieren ca. 2000 Mitarbeiter:innen ein vielfältiges Produktportfolio. Dies umfasst Klassiker wie Kondensmilch, H-Milch oder Trinkmilch, aber auch Quark, Sahne sowie Joghurt und Desserts, Käse und entmineralisiertes Molkenpulver.

Mit einer Milchmenge von etwa 2 Mrd kg, einem Jahresumsatz von knapp 1,6 Mrd Euro und bekannten Marken wie Bärenmarke, Glücksklee oder Elinas steht Hochwald an 3. Stelle von Deutschlands größten Molkereiunternehmen.

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