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Wegbegleiter Trauer zulassen und verarbeiten

Foto: Denis stock.adobe.com

Der Tod eines geliebten Menschen nimmt oft enormen Einfluss auf das Leben der Hinterbliebenen: Tiefe Trauer kommt auf, gewohnte Beziehungsstrukturen werden zerrissen, das seelische Gleichgewicht innerhalb von Familien und Partnerschaften wird auf die Probe gestellt.

Trauerhilfe trägt dazu bei, die Trauer und den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Angehörige, Freunde oder Bekannte können ebenso Trauerhilfe und Trauerbegleitung leisten wie professionell ausgebildete Fachleute oder Seelsorger in den Kirchengemeinden. Vielerorts gibt es auch Selbsthilfegruppen und Trauernetzwerke. Qualifizierte Bestatter helfen auch hier und benennen Kontaktpersonen oder leiten Kontaktdaten weiter. Bei Trauer handelt es sich um psychische Reaktionen bei Angehörigen, die mit einem Todesfall in der Familie einhergehen. Trauer ist keine Krankheit, sondern eine lebenswichtige Reaktion. Sie gehört zum Leben und zum Prozess des Abschiednehmens von Verstorbenen. Trauer ist also ein Prozess, in dem mehrere Phasen bei der Verarbeitung einer Verlusterfahrung durchlaufen werden. Jeder Mensch erlebt die unterschiedlichen Trauerphasen individuell und es braucht Zeit, um den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.

Der Trauer muss Raum und Zeit gegeben werden. Sie sollte nicht verdrängt werden, denn es ist eine unter Ärzten und Psychologen anerkannte Tatsache, dass unverarbeitete Trauerphasen und mangelnde Akzeptanz hinsichtlich einer Verlusterfahrung zu Krankheiten, Depression und seelischen Schäden führen können.

Trauer ist mit unterschiedlichen Gefühlen verbunden. Zur Gefühlswelt von trauernden Personen gehören etwa Verlassenheit, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Beklemmung, Wut, Angst, Zorn und manchmal auch Erleichterung. Darüber hinaus kann sich Trauer auch körperlich auswirken und beispielsweise in Form von Müdigkeit, Überempfindlichkeit gegen Lärm, Muskelschwäche, Magenschmerzen, Atemnot und Schüttelfrost bemerkbar machen. Auch Tränen sind ein körperliches Anzeichen für Trauer.

Trauer und Verlusterfahrungen gehören zu unserem Leben. Wichtig für den Umgang mit Trauer ist, dass der erlittene Verlust vergegenwärtigt, akzeptiert und verarbeitet wird. Daher sollte bei einem Todesfall in der Familie oder im Freundeskreis nicht darauf verzichtet werden, im Rahmen der Trauerfeier würdevoll vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Abschiednehmen ist wichtig und hilft oft dabei, die Trauer zu verarbeiten. Der Bestatter Ihres Vertrauens kann Ihnen dabei helfen, in einem würdevollen Rahmen vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Er kann beispielsweise eine offene Aufbahrung des Verstorbenen organisieren, sodass Sie den geliebten Menschen noch ein letztes Mal sehen können, bevor die Beisetzung stattfindet.
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(Quelle: Bundesverband Deutscher Bestatter)

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