Trier: Trier muss sich weiter strecken

Trier : Trier muss sich weiter strecken

Fußball-Oberliga: Die Eintracht verpasst es, den Rückstand zur Spitze zu verringern. Aber immerhin: Beim 1:1 gegen Völklingen waren in der zweiten Halbzeit Fortschritte zu erkennen.

Im Skat wäre es ein Grand ohne vier gewesen. Mit Kevin Heinz, Christoph Anton, Tim Garnier und Julien Erhardt fehlten Eintracht Trier im Heimspiel gegen Regionalliga-Absteiger Röchling Völklingen gleich vier potenzielle Stammspieler. Das führte zu überraschenden Personalentscheidungen von Trainer Josef Cinar. Eine davon: Felix Fischer, der im Mittelfeld-Zentrum zuletzt seinen Stammplatz verloren hatte, tauchte auch einmal als Rechtsverteidiger auf. „Ich weiß gar nicht, wann ich dort zuletzt gespielt habe. Wenn überhaupt, dann ist das lange her“, sagte Fischer, der seinen Job ordentlich erledigte.

Felix, der (Fast-)Glückliche. Über einen Sieg durfte der 20-Jährige nach der Partie nicht jubeln. Trier führte früh nach einem von Jan Brandscheid verwandelten Handelfmeter, den Jannik Messner verschuldet hatte (8.). Nach dem 1:0 – es war bereits der zehnte Saisontreffer von Brandscheid – zog sich der SVE weit zurück und überließ den Gästen das Kommando, die allerdings aus viel Ballbesitz mit Ausnahme eines Lattentreffers (Jan Issa, 27.) nicht viel machten. Ein Tor reichte bei den Moselanern noch nicht, um verloren gegangenes Selbstbewusstsein zurückzubringen.

Nach der Pause war die Eintracht besser gestaffelt, prompt wurde die Partie wieder offener. Doch Trier vermasselte sich eine bis dato gute Abwehrarbeit. Stephan Schuwerack ging viel zu ungestüm in ein Duell mit Marcel Linn. Er senste ihn ohne Not um, statt ihn lediglich zu stellen. Der Elfmeterpfiff war korrekt. Jan Issa verwandelte ebenso sicher wie Brandscheid für Trier in der ersten Hälfte – das 1:1 (72.).

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Brandscheid und der eingewechselte Dominik Kinscher gute Chancen für den SVE liegen ließen. Trotz der verpassten Chance, der Spitze näher auf die Pelle zu rücken, war Eintracht-Trainer Josef Cinar „sehr zufrieden“ mit der Partie – dank des Auftritts nach der Pause: „Wir mussten lange warten, bis sich Räume ergaben. Erst in der zweiten Halbzeit kamen wir zu klareren Chancen. Da hat man gesehen, was wir im Moselstadion zeigen wollen. Da haben wir mutig nach vorne gespielt.“ Gleichwohl bleibt es ein langer Weg. Cinar: „Wir müssen uns weiter freischwimmen.“

Video-Statements der Trainer Josef Cinar (Trier) und Günter Erhardt (Völklingen) gibt’s unter fupa.net/rheinland