Trier: Stadt will Sozialwohnungen in neue städtische Gesellschaft auslagern

Trier: Stadt will Sozialwohnungen in neue städtische Gesellschaft auslagern

Der Umgang mit den 700 Sozialwohnungen, die die Stadt besitzt, soll einer neuen, eigenständigen, zu 100 Prozent der Stadt gehörenden Gesellschaft anvertraut werden. Sozialdezernentin Angelika Birk und Oberbürgermeister Klaus Jensen hoffen, dass der Sanierungsstau im zweistelligen Millionenbereich in den nächsten Jahren abgearbeitet und der dauerhafte Erhalt der Wohnungen gesichert werden kann.

Zurzeit arbeitet die Stadtverwaltung noch mit externen Experten an einem Konzept, wie mit den städtischen Sozialwohnungen umgegangen werden soll. Fertig sein soll der Sanierungs- und Finanzierungsplan im nächsten Frühsommer. Die Verwaltung der Wohnungen soll eine externe Gesellschaft übernehmen, weil diese andere wirtschaftliche Möglichkeiten hat als die Stadtverwaltung. So ist es im städtischen Etat nicht möglich, über Jahrzehnte Rücklagen für die Instandhaltung von Wohnungen zu bilden.

Neben den 700 städtischen Sozialwohnungen gibt es derzeit in Trier noch rund 4000 Wohnungen, die einst mit staatlichen Zuschüssen gebaut wurden und deren Mieten daher gewisse Höhen nicht übersteigen dürfen. Die Mietpreisbindung dieser Sozialwohnungen läuft allerdings in den nächsten Jahren sukzessive aus. Die Stadt rechnet damit, dass im Jahr 2025 nur noch rund 2000 Sozialwohnungen externer Träger in Trier geben wird. (woc)

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