Trierer Verwaltung verzichtet auf Sexsteuer

Trierer Verwaltung verzichtet auf Sexsteuer

Obwohl gesetzlich zulässig, verlangt Trier keine Sondersteuer von Prostituierten und Bordellbetreibern. Der Verwaltungsaufwand für Ordnungsamt und Finanzverwaltung sei zu hoch, als dass sich die Sondersteuer lohne, argumentiert der Stadtvorstand.

Nach Berechnungen des Rathauses könnte die Stadt durch eine so genannte Sexsteuer rund 60.000 Euro pro Jahr einnehmen. Allerdings geht die Stadtverwaltung dabei von nur 50 Prostituierten aus - ohne die genaue Zahl der Frauen zu kennen, die in Trier Liebesdienste gegen Geld anbieten. Die Bordelle, die extra besteuert werden können, hat die Stadt bei ihrer Kosten-Nutzen-Analyse außen vor gelassen.

Das Trierer Finanzamt geht von mindestens 65 Prostituierten in Trier aus und von 20 Betrieben - von der kleinen Bar bis zum größeren Bordell.

Die Städte Bitburg und Wittlich erheben eine Prostitutionssteuer. Neue gesetzliche Grundlagen der Vergnügungssteuer machen das seit Sommer möglich. (woc)

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