TV-SERIE: Warum... "Geye"?

TV-SERIE: Warum... "Geye"?

BONGARD. (mab) Sechs Jahre Fortuna Düsseldorf, neun Jahre für den 1. FC Kaiserslautern - insgesamt bringt es Reiner Geye auf 485 Bundesliga-Spiele von Beginn der 1970er-Jahre bis weit in die 80er. Dem Angreifer, der zu Beginn seiner Karriere auch vier Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft hatte, brachte es auf insgesamt 113 Bundesliga-Tore.

Klar, dass so ein Spieler seine Spuren hinterlässt. Vor allem bei einem - Ralf Koch aus Bongard - hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Schließlich wird Koch nur "Geye" genannt. "Ich hatte damals, Anfang der 70er-Jahre, in etwa die volle Frisur, die Reiner Geye hatte, und ich spielte während dieser Zeit in der Jugend des SV Densborn auf einer ähnlichen Position wie Geye, im defensiven Mittelfeld. Da lag es dann doch nahe, dass man mich auch so nennt", schmunzelt Koch heute. Angefangen hat alles während eines C-Jugend-Spiels für den SV Bongard. "Ich kann mich zwar nicht mehr an den Gegner erinnern, aber ich hab die Situation noch vor Augen", erzählt der Technisiche Angestellte Koch. "Ich war etwa acht oder neun Jahre alt, als mein Mitspieler Fritz Krett mich erstmals ,Geye' nannte." Und dieser Name hat sich bis heute gehalten. "Viele kennen mich eigentlich nur unter meinem Spitznamen - hat sich sehr schnell durchgesetzt." Seine fußballerische Karriere musste Ralf Koch nach einer schweren Kreuzband-Verletzung sehr schnell beenden, dem Verein ist er jedoch immer treu gewesen. "Der SV Densborn ist für mich mittlerweile zu einer Herzensangelegenheit geworden. Seit sieben Jahren bin ich im Vorstand tätig, vier davon als Vorsitzender." Und Koch hat Ziele mit dem Verein: "Wir haben jetzt einen neuen Trainer und eine gute Mannschaft. Wir wollen ganz oben mitspielen." Der Enthusiasmus für den Verein ist also trotz Verletzung geblieben - nur eines hat sich geändert: "Heute habe ich die gegenteilige Frisur von damals."

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