Viel Power in Hülsenfrüchten

Als "Arme-Leute-Essen" verschrien, wurden Linsen von Hobbyköchen und Feinschmeckern lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt. Doch heute liegen die vielfältigen Hülsenfrüchte, aus denen sich viele feine und besonders abwechslungsreiche Gerichte zubereiten lassen, wieder voll im Trend.

Grund genug also, die kleinen Leckerbissen einmal genauer zu betrachten. Linsen - auch als "Leguminosen" bekannt - gehören zu den Hülsenfrüchten.

Sie stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum oder Kleinasien und brauchen zum Wachsen ein heißes und trockenes Klima.

Heute werden sie vor allem im Mittelmeerraum sowie in Süd- und Nordamerika, Russland, China und Vorderasien angebaut. Das Land mit dem weltweit höchsten Linsenverbrauch ist Indien - allein hier sind über 50 verschiedene Sorten bekannt. Die schmackhaften Hülsenfrüchte liefern dem Körper viele wichtige Nährstoffe.

So enthalten die kleinen Kraftpakete neben ihrem hohen Eiweißanteil auch jede Menge Ballaststoffe, wertvolle Vitamine und wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Magnesium, Calcium oder Zink. Je nach Sorte und Qualität weisen Linsen unterschiedliche Farben und Größen auf.

So unterteilen Kenner die kleinen Hülsenfrüchte abhängig von ihrem Durchmesser in Tellerlinsen mit einem Durchmesser von sechs bis sieben Millimetern, Mittellinsen (fünf bis sechs Millimeter) und kleine Linsen (vier bis fünf Millimeter), die auch unter der Bezeichnung Zuckerlinsen bekannt sind. Tellerlinsen eignen sich besonders zur Zubereitung von Eintöpfen und für rustikale Pürees.

Auch die kleineren roten Linsen werden hierzulande häufig verwendet. Sie sind mild im Geschmack, etwas mehlig und benötigen nur kurze Garzeiten. Besonders gern werden Linsen in Form von Suppen verzehrt.

Einen Hauch von Tausend und einer Nacht verspricht eine köstliche orientalische Linsensuppe mit einer einzigartigen Kombination von Linsen, zartem Hähnchenfleisch, Kichererbsen und aromatischem Zimt.

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