Vom Kinosaal auf die heimischen Bildschirme

Vom Kinosaal auf die heimischen Bildschirme

Mord im Orient-Express" oder "Tod auf dem Nil" sind Christie-Kennern nicht nur als Romane ein Begriff. Für viele Krimi-Fans sind die Schöpfungen von Agatha Christie untrennbar mit den Schauspielern verbunden, die den Figuren auf der Kinoleinwand Leben einhauchten.

Unvergessen sind Sir Peter Ustinov als der kauzige Belgier Hercule Poirot oder die bärbeißige Margaret Rutherford in der Rolle von Miss Marple. Doch auch wenn die berühmtesten der Christie-Adaptionen schon einige Jahre alt sind, so ist es doch keinesfalls still geworden um die "Queen of Crime". In aktuellen Fernsehproduktionen und sogar als Computerspiele lernen auch junge Krimi-Fans die englischen Ermittler immer wieder neu kennen. Schauspieler David Suchet lässt in der Langzeit-Fernsehserie "Agatha Christie's Poirot" den belgischen Ermittler mit dem charakteristischen Schnauzbart wieder auferstehen. Und in "Agatha Christie's Marple" versucht Julia McKenzie in die Fußstapfen von Margaret Rutherford zu treten. Wer sich nicht nur vor dem heimischen Fernseher berieseln lassen will, kann bei den klassischen Point-and-Click-Adventures (Englisch für zeigen und klicken) der Firma JoWood auch ganz interaktiv mitraten. Dazu zählt beispielsweise "Das Böse unter der Sonne" (2009), in dem der Spieler in die Rolle von Hercule Poirot schlüpft und eigenständig ermitteln muss. Für eingefleischte Christie-Fans dürften die Spiele jedoch, vor allem die Adaption von "Tod auf dem Nil", eine kleine Enttäuschung sein: Denn der Fokus der Spiele liegt viel eher auf dem Lösen von kleinen Rätseln als auf dem tatsächlichen "Nachspielen" der Kriminalgeschichte.

Sarah-Lena Gombert