Von Entdeckern, Indianern und Sklaven oder warum Amerika Amerika heißt

Von Entdeckern, Indianern und Sklaven oder warum Amerika Amerika heißt

Wisst ihr warum Amerika Amerika heißt? Nein? Einige Kinder, darunter auch ich, wollten eine Antwort auf diese, aber auch andere Fragen, haben. Wir sprachen über Indianer, Sklaven, die Entdeckung Amerikas und natürlich auch über den berühmten Christoph Columbus – den Entdecker Amerikas.

Am 12 Juni besprachen einige Kinder ab acht Jahren mit Dr. Christine Felbeck und Prof. Dr. Andre Klump an der Universität in Trier das Thema " Von Entdeckern, Indianern und Sklaven oder warum Amerika Amerika heißt".

Zuerst stellten die beiden Dozenten uns die Frage, wer die drei Fußballer auf dem Bild seien, das sie uns zeigten. Es waren Lionel Messi, Luis Suárez und Neymar. Dann sahen wir ein Bild von einer bunten Weltkugel. Jede Farbe stand für eine Sprache die heute in Amerika gesprochen wird. Grün für Spanisch, rot für Englisch, orange für Portugiesisch, blau für Französisch und gelb für Niederländisch.

Bilder von berühmten Entdeckern aus Spanien, Portugal und Frankreich bekamen wir auch gezeigt. Aus Spanien kamen: Christoph Kolumbus (1451-1506), Hernán Cortés (1485-1547) und Amerigo Vespucci (1450-1512). Pedro Cabral (ca. 1467-1520) und Pero Vaz de Caminha (ca.1440-1500) kamen aus Portugal. Und aus Frankreich kamen: Giovanni da Verrazano (1485-1528) und Jacques Cartier (1491 - 1557).

Danach besprachen wir, was man auf einer langen Seefahrt alles braucht. Zur Ausrüstung gehörten beispielsweise ein Kompass, ein Fernrohr, ein Globus, eine Landkarte und ganz wichtig: Essen und Trinken. Man nahm zum Trinken immer große Fässer gefüllt mit Wasser mit. Zum Essen eigneten sich Zwiebeln, Zwieback, Stockfisch, gesalzener Fisch und vieles mehr. Wir erfuhren auch was ein Jakobsstab ist und wie man ihn benutzt. Und zwar benutzt man ihn indem man mit einem Querstab des Geräts den Horizont peilt, mit dem anderen die Gestirne. Man stellt den Winkel zwischen Erdoberfläche und Sonne oder Sterne fest. Auf der Tabelle des Langstabes liest man ab, wie weit nördlich oder südlich des Äquators das Schiff segelt.

Ein Mann über den wir sehr viel sprachen, hieß Christoph Columbus. Er hatte drei Schiffe Namens "Nina", "Pina" und " Santa Maria". Die " Santa Maria" ging unter. Die beiden zeigten uns auch einen Querschnitt durch die "Santa Maria". In Columbus‘ Bordbuch lasen wir ein paar Zeilen (vom 12.10.1492, der Tag an dem Amerika entdeckt wurde!). Dann haben wir gemeinsam einen Film über die "Santa Maria" geguckt.

Damit wir mal sehen konnten, wie man mit einem Kompass und einer Schatzkarte umgeht, machten wir eine Schatzsuche quer durch die Universität. Am Ende der Schatzsuche mussten wir feststellen, dass der Schatz im gleichen Raum war, wo wir auch gestartet waren. Hauptsache Schatz. Oder? In der Schatzkiste waren Gummibärchen.

Nach einer kleinen Pause ging es weiter. Die erste Karte mit der Erwähnung Amerikas zeichnete Martin Waldseemüller im Jahre 1507. 1511 hielt Pater Antonio de Montesino eine Sklaven-Predigt: er wollte, dass die Sklaven behandelt wurden wie alle anderen Menschen auch. Sie sollten auch etwas zum Essen bekommen und nicht verhungern gelassen werden. Wir unterhielten uns auch über Sklavenarbeit und Sklavenhandel.

Es war für mich sehr schrecklich, zu erfahren, wie die Sklaven behandelt wurden und zu hören, dass es auch heute noch Sklaven gibt. Obwohl es verboten ist und gegen unsere Menschenrechte verstößt. Zum Schluss sahen wir uns dazu noch einen Film über Sklavenarbeit an. Ich fand die Veranstaltung sehr interessant.