| 21:07 Uhr

Von europäischem Geist beflügelt

Die drei Schwestern Hanna, Katrin und Sophie Notte zeigen sich auch als musikalisches Trio in perfektem Einklang.Foto: Cordula Fischer
Die drei Schwestern Hanna, Katrin und Sophie Notte zeigen sich auch als musikalisches Trio in perfektem Einklang.Foto: Cordula Fischer
TRIER. (cofi) Musik überwindet Grenzen. Im wörtlichen Sinn zeigten dies erneut Musiker beim Podium junger Künstler, das zum 23. Mal vom Jazzclub EuroCore im Saar-Lor-Lux-Trier- Musik ausgerichtet wurde. Das Kurfürstliche Palais bot den passenden räumlichen Rahmen für ein breites Spektrum musikalischer Stile.

Beginnend mit Beethoven, Bach und Mozart spielten die Trierer Musikschüler vorwiegend klassische Literatur. Moderner zeigte sich das Trio mit Johannes Dewes (Violine), Sophie Notte (Violoncello) und Thanh Son Nguyen (Klavier) mit ihrem "Ripstich Rag" von J. F. Mazas. Julius Bonart zeigte am Piano eine gefühlsbetonte Interpretation der Beethoven-Sonate in c-Moll. Die drei Schwestern Hanna (Violine), Sophie (Violoncello) und Katrin Notte (Klavier) beschlossen den Vortrag der Trierer mit ihrem hervorragenden Vortrag von Joseph Haydns Trio A-Dur. Sophie (13) wird Rheinland-Pfalz beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Villingen-Schwenningen vertreten. Sehr klassisch begannen auch die Jungmusiker aus Metz. Die vier Studierenden aus der Kammermusikklasse von Philippe Bruere vom Konservatorium Metz, Aude Brocchi (Klavier), Laurent Selan (Violine), Julien Lauret (Viola) und Cyrielle Golin (Violoncello) intonierten das Quartett Nr. 2 von Beethoven. Danach gab es spanische Klänge von Joaquin Turina. Als einziger Sänger der Matinee steuerte der Bariton Michaelis Bardo vier Lieder von Gabriel Fauré bei. Vor allem die Kammermusikklasse von Paul Mootz vom Konservatorium Luxemburg wartete mit ungewöhnlichen Klangexperimenten auf. Am Marimbaphon und Vibraphon brachten Claudia Hansen und Jérôme Klein das "Carousel" von David Friedman und Dave Samuels in rasende Fahrt. Noch ein Stücke weiter ging die "Musique de Table" (Thierry de Mey). Auf flachen Brettern trommelten, wischten, kratzten und klopften Claudia Hansen, Jérôme Klein und Gilles Bropsom und entlockten den Platten rhythmische Klangfolgen. Zur Performance gehörte auch das synchrone Umblättern der Noten. Als Highlight aufgenommen, belohnte das Publikum das Percussion-Trio und die etwas andere Tischmusik mit viel Applaus.