München: Wagner: China statt Tribüne?

München : Wagner: China statt Tribüne?

Fußball: Der Bayern-Stürmer steht vor dem Abschied. Auch andere sind unzufrieden.

(dpa) Die Zeit der großen Sprüche von Sandro Wagner beim FC Bayern München neigt sich dem Ende entgegen. Der achtmalige Fußball-Nationalspieler steht vor einem Wechsel nach China. Nur ein Jahr nach seiner Rückkehr zum deutschen Fußball-Rekordmeister plant Erstligist Tianjin Teda mit Trainer Uli Stielike laut Medien eine Verpflichtung des 31-Jährigen, ein gut dotierter Vertrag bis 2020 ist im Gespräch.

Der FC Bayern dürfte dem Stürmer mit den starken Sprüchen und dem großen Ego bei einem entsprechenden Angebot keine Steine in den Weg legen, zumal ein Wechsel für den eingeleiteten Umbruch einen Kaderplatz freimacht und ein paar Millionen in die Kasse bringt. Bei Trainer Niko Kovac hockte er gefrustet auf der Tribüne. Für rund zwölf Millionen Euro war Wagner vor einem Jahr nach jeder Menge Stationen im Profifußball in seine Geburtsstadt München zurückgekehrt. Zum zweiten Mal spielt er seitdem beim FC Bayern. „Eine lange Reise geht für mich zu Ende, ich komme wieder nach Hause zu meinem Verein, in meine Heimat“, hatte Wagner bei seiner Rückkehr vor einem Jahr gesagt. Aktuell sieht es eher nach Kurzurlaub aus. Die Aussicht auf einen Platz im WM-Kader ließ den Angreifer gerne die Backup-Rolle für Robert Lewandowski einnehmen. Wagner jubelte als deutscher Meister, trat vollmundig mit forschen Aussagen auf und bekam unter Trainer Jupp Heynckes auch ordentlich Einsatzzeit.

Doch danach ging es für den vor der WM aussortierten Angreifer abwärts.

(dpa)