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Weiter "voll auf dem Gas"

„Betrieb“ auf der Nordschleife wird es auch in diesem Jahr bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft, Europas größter Breitensportserie, geben. TV-Foto: Jürgen C. Braun
„Betrieb“ auf der Nordschleife wird es auch in diesem Jahr bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft, Europas größter Breitensportserie, geben. TV-Foto: Jürgen C. Braun
Europas größte Breitensportserie im Motorsport verspricht auch in diesem Jahr viel Spannung. Die VLN-Langstrecken-Meisterschaft wird auch in diesem Jahr wieder viele regionale Topfahrer am "Ring" erleben. Und vor allem: Sie wird auch in schwerer Zeit der Krise trotzen. Von unserem Mitarbeiter Jürgen C. Braun

Nürburgring. Der Rahmen war so feierlich, wie er dem Anlass angemessen war. Mehr als 500 Gäste hatten der Einladung der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) Folge geleistet, um die erfolgreichsten Teilnehmer des Jahres 2008 der "BF Goodrich Langstrecken-Meisterschaft" zu ehren. Die "Marathonis" haben sich in der Eifel längst einen Namen gemacht. Mehr als 200 Teilnehmer und 20 000 Zuschauer bei jedem der zehn Rennen auf der "Nordschleife" und der Grand-Prix-Strecke spiegeln die Bedeutung, aber auch die Beliebtheit dieser Serie wider. Kein Wunder, können sich doch dort nicht nur die gut ausstaffierten Werksteams, sondern auch kleine private Gruppierungen dem Hobby Motorsport in professionellem Umfeld hingeben. In ihrer Charakteristik mit Semi-Profis, Privatiers und perfekter Organisation ist die Serie weltweit einmalig.

Umso mehr dürften sich auch Alexander Böhm aus Kelberg und Matthias Unger aus Heusenstamm als Meister der Saison 2008 gefreut haben. Unter dem tosenden Beifall nahmen der Mann aus der Vulkaneifel und der Hesse ihre Trophäen aus den Händen des VLN-Vorstandes in Empfang. Viele Fahrer aus der Region gehören zu den regelmäßigen Startern in der "Grünen Hölle". Wie etwa die beiden BMW-Piloten Rudi Adams und Oliver Kainz oder Arno Klasen aus Karlshausen, um diese stellvertretend für viele engagierte Motorsportler aus der Eifel zu nennen.

Mit Blick auf die Zukunft der Serie erklärte VLN-Vorstand Hans-Jürgen Hilgeland: "Die BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft bestreitet 2009 neue Wege. Mit einem neuen Reglement setzen wir vor allem auf Chancengleichheit. Zudem wollen wir verstärkt aktuellen Modellen der Automobilhersteller eine Basis bieten, um so die Attraktivität der Serie weiter zu steigern."

Erleichtert zeigten sich alle Anwesenden darüber, dass in den schweren Zeiten, in denen Automobil-Industrie und Zulieferer stecken, der Titelsponsor treu bleiben wird. "In den sieben Jahren unserer Zusammenarbeit hat diese Serie immer mehr an Fahrt aufgenommen. Ich bin sicher, dass für diese Entwicklung die Zielflagge noch nicht zu sehen ist", erklärte Sprecherin Heike Gräf und bestätigte: "Wir werden auch in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise voll auf dem Gas bleiben."

Das Engagement der Fahrer hob Walter Kafitz, der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, hervor: "Die Aktiven verleihen dem Nürburgring sein wichtigstes Prädikat. Die Teilnehmer dieser Serie tragen mit dazu bei, die Nordschleife auf Dauer lebendig zu halten." Die Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring startet am 4. April mit der 56. ADAC Westfalenfahrt in die neue Saison. Eine Woche zuvor fällt bei der Test- und Einstellfahrt der VLN am 28. März der inoffizielle Startschuss für die 33. Saison der populärsten Breitensportserie Europas.