Wellener Megaloch ist lebensgefährlich

Wellener Megaloch ist lebensgefährlich

Das Wellener Loch ist noch größer geworden und hat nun einen Durchmesser von 24 Metern. Es ist Ende September in der Nähe von Wellen in Folge eines Stolleneinsturzes entstanden.

Die Bergbaubehörde geht aber davon aus, dass der Krater nicht noch größer wird. Sie beteuert, dass die Vorgänge rund um den eingestürzten Stollen permanent überwacht werden.

Täglich wird Tonnenweise Sand in den Stollen gekippt, damit er nicht weiter einstürzt. Inzwischen zeige das Wirkung, sagt Harald Ehses, Leiter des Landesamts für Geologie und Bergbau (LGB). Ehses Amt überwacht die Sicherungsarbeiten der Wellener Bergbaufirma Trierer Kalk-, Dolomit und Zementwerke (TKDZ).

Jens Thewke, Sprecher des Vereins Sauberes Wellen, betrachtet die Situation dennoch kritisch. Vom LGB verlangt er ein bürgerfreundlicheres Vorgehen und mehr Transparenz. Egal ob es um den Stolleneinsturz oder die Pläne der TKDZ, Abfall im Josefstollen einzulagern gehe (der TV berichtete), die personelle Ausstattung des LGB reiche nicht aus.

"Das ist sicherlich eine grenzwertige Situation", gibt Ehses zu. In Sachen TKDZ mache das LGB aber gerade aufgrund der schwierigen finanziellen Lage des Unternehmens (der TV berichtete) und wegen des Einsturzes sehr viel mehr als in anderen Unternehmen. "Wir können nicht die Kommunikation zwischen den Bürgern und dem Unternehmen permanent übernehmen", sagt er. "Da sind die Leute vor Ort gefragt. Das ist auch gar nicht unsere Aufgabe."

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