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Wertvolle Marken

Briefmarken kann man für sich selbst oder einen guten Zweck sammeln. TV-Foto: Gabriela Böhm
Briefmarken kann man für sich selbst oder einen guten Zweck sammeln. TV-Foto: Gabriela Böhm
(gsb) Hallöchen, liebe Kinder! Heute will ich euch was über Marken berichten. Und zwar etwas über ganz spezielle Marken: Briefmarken nämlich. Die kleinen bunten Papierstückchen braucht man, um einen Brief zu verschicken.

Dazu muss der Brief im rechten unteren Bereich mit dem Namen desjenigen beschriftet werden, der den Brief bekommen soll. Und oben rechts klebt man die Briefmarke darauf. Der Brief wird dann in den Briefkasten gesteckt oder an einer Poststelle abgegeben, von der Post abgeholt, mit einem Stempel entwertet, verteilt und schließlich vom Postboten dem Empfänger zugestellt. Das ganze kostet in Deutschland 55 Cent für einen normalen Brief, der dafür manchmal Hunderte von Kilometern unterwegs ist. Für viele Leute ist Briefeschreiben schon fast aus der Mode gekommen: Es gibt ja Mails, man kann SMS auf dem Handy verschicken oder telefoniert. Das war früher ganz anders. Briefe wurden schon vor mehr als 2000 Jahren verschickt. Außerdem gab es Brieftauben, die Nachrichten beförderten. Im Mittelalter brachten Boten zu Fuß oder zu Pferd Post zum Empfänger. Das war sehr teuer für den Empfänger - denn der musste damals zahlen! Nur reiche Leute konnten es sich leisten, Briefe zu bekommen. Die Idee, den Verfasser des Briefes für die Zustellung zahlen zu lassen, hatte ein Engländer. Er erfand vor etwa 170 Jahren die klebende Briefmarke. Die erste war schwarz und zeigte den Kopf der englischen Königin Viktoria. Heute sehen die Briefmarken, die man am Automaten kaufen kann, meist gleich aus. In Postfilialen bekommt man welche mit Tier- und Pflanzenmotiven oder zu besonderen Veranstaltungen. Es gibt einige Leute, die leidenschaftlich Briefmarken sammeln und für seltene Stücke sehr viel Geld bezahlen. Es gibt aber auch eine andere gute Verwendung: In der Nähe von Bielefeld befindet sich die Behindertenwerkstatt Bethel. Dorthin kann man Briefmarken aller Arten schicken. Die Behinderten sammeln die Briefmarken zum Beispiel nach Motiven und sortieren sie in Tüten, die wiederum verkauft werden. Von dem Verkaufserlös kommt das Geld für die Behindertenwerkstatt zusammen - und manchmal noch mehr für einen guten Zweck. Es lohnt sich also, Briefmarken zu sammeln und sie nach Bethel zu schicken.Euch ein schönes Wochenendeeuer Lucky