| 20:11 Uhr

Wettbewerb soll Römerthermen in Trier retten

FOTO: Roland Morgen
Trier. Ein Architekten- und Landschaftsplaner-Wettbewerb soll aufzeigen, wie es mit den Barbarathermen in Trier weitergeht. Diese Empfehlung richtet die Archäologische Trier-Kommission an das Land. Die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende antike Badeanlage ist seit zehn Jahren geschlossen, um ihre angegriffene Substanz nicht noch weiter zu gefährden.

Die aus renommierten Archäologen aus ganz Deutschland bestehende Kommission schließt sich mit ihrer Empfehlung den Ergebnissen eines Workshops an, der am vergangenen Wochenende Ideen und Lösungsansätze zur Neuerschließung, Sicherung und zukünftigen Nutzung der rund 1850 Jahre alten Barbarathermen entwickelt hat.

Das von den rund 50, vom Land eingeladenen Teilnehmern empfohlene Leitbild verabschiedet sich von der bisherigen sperrigen Ruinenlandschaft. "Wir wollen einen Freiraum, der Geschichte und Geschichten erzählt und damit die einzigartigen Barbarathermen erlebbar macht", erläutert der Kölner Archäologe und Bodendenkmalpfleger Heinz Günter Horn, wissenschaftlicher Beirat der Trier-Kommission. Wie das geschehen kann, soll über einen Wettbewerb herausgefunden werden, "der viele Ideen bringt".

Ob ein solcher Planungswettebewerb kommt, ist noch nicht klar. Horn hofft auf eine Entscheidung im kommenden Frühjahr. Fest steht bislang nur, dass die Barbarathermen weiterhin für Besichtigungstourismus geschlossen bleiben. Thomas Metz, Leiter der zuständigen Landes-Generaldirektion Kulturelles Erbe, will aber "gelegentliche Führungen ermöglichen. (rm.)