Wie das Wasser in den Wasserhahn kommt

Wie das Wasser in den Wasserhahn kommt

Ob zum Trinken oder zum Duschen, Wasser braucht Lucky jeden Morgen. In der Pumpstation Baustert erfährt er, wie sauberes Wasser in die Leitungen kommt und dann zu Hause aus dem Wasserhahn fließt.

14 Kinder besuchen mit Lucky die Pumpstation Baustert. Von dort wird das Wasser mit hohem Druck in die Haushalte befördert. TV-Foto: Bettina Bartzen.

Baustert. Als Lucky in den Sommerferien im Urlaub war, war er überrascht: Da wurde davor gewarnt, dass man kein Leitungswasser aus dem Wasserhahn trinken solle. So was kannte unsere Leseratte aus seiner Heimat nicht: Denn in Deutschland kann man ohne Bedenken aus dem Wasserhahn trinken. Warum das so ist, hat Lucky bei einem Besuch der Pumpstation in Baustert in der Eifel erfahren.Dort erklärt ihm Rolf Geister, Leiter der Wasserversorgungsanlagen der "Kommunalen Netze Eifel" (KNE), dass auch das Leitungswasser in Deutschland frei von Krankheitserregern sein muss, einen neutralen Geschmack haben sollte, farblos, geruchlos sein sollte und zudem Mineralstoffe enthalten muss. Und damit das so ist, wird die Qualität des Wassers streng kontrolliert: Immer wieder überprüfen dafür Chemiker die Wasserqualität nach Säuregehalt und anderen Schadstoffen. Und deshalb ist es auch überhaupt nicht schlimm, dass die neunjährige Jana Mayer einen Schluck aus dem Hahn nimmt. Im Gegenteil. "Es schmeckt schön kalt und frisch", sagt Jana. Aber wie kommt das Wasser denn in den Wasserhahn? Gemeinsam mit 14 Kindern erfährt unsere Leseratte von Rolf Geister in der Pumpstation Baustert, wie das Wasser, das zumeist aus einer Quelle oder einen Brunnen kommt, weitergeleitet wird. Ganz in der Nähe der Pumpstation Baustert ist beispielsweise eine unterirdische Quelle mit einem 60 Meter tiefen Brunnen, der insofern besonders ist, als das Grundwasser unter Druck steht. Dieser Druck ist so hoch, dass das Wasser von selbst, das heißt ohne Pumpen, aus dem Brunnen direkt in die Pumpstation kommen kann. Täglich werden dort zwei Behälter aus Beton mit 250 Kubikmeter Wasser gefüllt. Das ist so viel wie 25 000 Wassereimer. In der Pumpstation wird das Wasser erst mal mit einem Gas mit dem Namen Chlordioxid desinfiziert und haltbar gemacht. Unter einem hohen Druck wird das Wasser dann durch Kunststoffrohre in die Haushalte geleitet. Diese Rohre haben den Vorteil, dass sie beliebig lang sein können und nicht rosten. Und, was Lucky auch noch erfährt: Wer auf einem Berg wohnt, hat weniger Druck im Wasserhahn als im Tal. "In zehn Metern Höhe geht ein Bar - so heißt eine Maßeinheit für den Druck - verloren", erklärt der Wasserexperte. Und noch etwas lernt Leseratte Lucky in der Pumpstation: "Wasser kann man nicht verbrauchen, sondern nur benutzen", sagt Geister. Wasser kann verschmutzt werden, jedoch bleibt die Wassermenge auf der Erde immer gleich.bebaVideo ab 14 Uhr unter volksfreund.de/videos

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