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Wie gefährlich sind Energiesparlampen?

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„Bulb Fiction“ stellt die Frage im Kino – und löst einen Sturm an Empörung seitens der Verfechter des Verbots aus. Da gilt es weiter zu fragen: warum so viel Empörung? Ist die Energiesparlampe tatsächlich ein so großer Gefahrenfaktor im Haushalt?

In "Bulb Fiction" steht der kleine Max vor seinem ehemaligen Zuhause. Das Kind ist kahl, das Haus unbewohnbar. Schuld ist: die Energiesparlampe, die im Kinderzimmer zu Bruch gegangen ist. Denn diese fügte dem kleinen Jungen eine Quecksilber-Vergiftung zu, von der er sich vielleicht nie mehr erholen wird.

Am 1.September werden die letzten noch erlaubten Glühbirnen, die 40- und 25-Wattler, verboten. Pünktlich zum Verbot klärt "Bulb Fiction" über die Gefahren der Energiesparlampe auf. Der Kinofilm wirft der EU nicht nur Profitgier vor und zeigt auf, dass das Verbot der Glühbirne weder der Umwelt noch dem Verbraucher zugutekommt, sondern er beleuchtet auch die mangelnden Sicherheitstests, welche die Gefahr von Energiesparlampen unterschätzten und so zum Verbot der Glühbirnen führten.

Fakt ist, dass in Energiesparlampen Quecksilber enthalten ist, das beim zu Bruchgehen der Lampen seinen giftigen, krankmachenden Dampf ausstößt. Deshalb sind zerbrechliche Energiesparlampen sowohl in Schulen als auch in anderen öffentlichen Einrichtungen vom Umweltbundesamt nicht erlaubt. Und geht eine Lampe zu Bruch, ist das gesamte Haus tatsächlich erst einmal nicht bewohnbar - eine Tatsache, die viel zu wenig kommuniziert wird.

Das sollte dem Verbraucher zu denken geben: Idealerweise sollte jeder Verbraucher seine Energiesparlampen auf den Sondermüll verbannen und sich einen Ausweg aus dem Verbraucherdilemma suchen. Da gäbe es die - leider sehr teuren - LED-Lampen. Alternativ ist es möglich, sich bis zum September mit der guten alten Glühbirne einzudecken, die in "Bulb Fiction" beeindruckend gut wegkommt.