Winzer beklagen schlimme Frostschäden an Weinreben

Winzer beklagen schlimme Frostschäden an Weinreben

Zwei frostige Nächte in dieser Woche haben Weinreben an der Mosel, Saar und Ruwer geschädigt. In einigen Gemarkungen ist mit einem Ertragsausfall von 50 Prozent zu rechnen.

(sim) Der Frost - in der Nacht zum Mittwoch war es stellenweise in Bodennähe bis zu zwei Grad kalt - hat die jungen Triebe zum Absterben gebracht. Die Weinberge in Osann-Monzel sind besonders stark betroffen. 200 Hektar Reben wachsen dort, etwa 50 Hektar hat der Frost erwischt.

Noch schlimmer sieht es in Palzem an der Obermosel aus. Etwa die Hälfte der 200 Hektar Reben sind geschädigt, teilweise bis zu 80 Prozent. In Palzem, wo sehr viel Elbling angebaut wird, waren bereits Mitte April in zahlreichen Weinbergen die gerade ergrünten Knospen erfroren.

Vor allem Weinberge in Senken und Mulden, die Winzer sprechen von "Frostlöchern", sind betroffen. Und das in zahlreichen Weinorten der Mosel, ob in Ockfen an der Saar, in Nennig an der Obermosel oder in Riol, Klüsserath, Leiwen oder Trittenheim. Größere Schäden gab es auch moselabwärts, unter anderem in Pünderich. Wie groß die Schäden an der Mosel insgesamt sind, lässt sich nach Auskunft der Weinbauberater noch nicht sagen.