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Badespaß für die ganze Familie

(Gillenfeld/Schalkenmehren) Die Maare sind das Markenzeichen der Vulkaneifel. Ihre Entstehung liegt schon Tausende von Jahren zurück. Heute dienen sie als Naturfreibäder. In einer zweiteiligen Serie stellt der TV vier der natürlichen Seen vor, in denen Wasserratten auf ihre Kosten kommen.
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Pulvermaar (Gillenfeld): Wenn die Temperaturen auf dem Thermometer steigen, hilft eine altbewährte Methode am besten gegen die Hitze: Der Sprung ins kalte Nass. Am Pulvermaar ist diese Abkühlung bestens möglich: Von der Badeinsel, die komplett von Wasser umgeben ist, stürzen sich die Badebegeisterten aus drei Metern Höhe in die Tiefe. Rund 72 Meter liegen an der tiefsten Stelle zwischen Oberfläche und Grund. So tief muss es für Emma (4) und Thadeus Heyn (2) noch nicht sein. Die beiden Geschwister haben es sich im Planschbecken gemütlich gemacht – auch das ist gefüllt mit dem klaren Wasser aus dem Kratersee. Mit ihren Eltern sind sie aus Dresden zum Urlaub in die Vulkaneifel gereist. „Wir sind ganz begeistert von den Maaren hier in der Region. Auch das Pulvermaar gefällt uns gut“, sagt Peter Heyn. Einziger Wermutstropfen für den zweifachen Vater: „Hier gibt es kaum Schatten.“

Bei Touristen und Einheimischen ist das Pulvermaar beliebt: Allein 2009 haben sich 26 000 Menschen in dem Naturfreibad nahe Gillenfeld abgekühlt. „Wir verkaufen sogar Dauerkarten bis nach Bonn und Köln“, sagt Pächter Walter Borsch. Viele dieser regelmäßigen Gäste kämen fast jeden Tag ans Maar. Borsch: „Sie schwimmen ihre Runden und fahren wieder.“ bec/gek

Schalkenmehrener Maar: Pächterin Hannelore Möller-Steffens begrüßt am Schalkenmehrener Maar viele Besucher mit ihrem Namen. Neben den Einheimischen, die am Maar eine Pause vom Alltag nehmen, betreten auch viele Bewohner des benachbarten Campingplatzes die Liegewiese. Familie Pott aus Köln verbringt schon seit 27 Jahren die Sommermonate am Schalkenmehrener Maar. „Wenn es heiß ist, gehen wir sechsmal pro Tag ins Wasser“, sagt Ingrid Pott (66). Und obwohl das Wasser nur um die 21 Grad warm ist, freut sie sich auf die Erfrischung. „Für mich könnte es sogar noch ein bisschen kälter sein“, sagt sie.

Sandra Otten (34) hat schon als Kind in den Sommermonaten jede Minute ihrer Freizeit am Maar verbracht.

Mittlerweile kommt sie mit ihrer Tochter Marisa (4) in das Naturfreibad. „Für die Kinder ist es hier einfach ein großer Spaß“, sagt sie. Am Schalkenmehrener Maar schätzt sie besonders, dass auch das Nichtschwimmerbecken mit Maarwasser gefüllt ist. „Das macht die Haut nach dem Planschen so schön seidig“, schwärmt sie.

2009 haben 16 000 Besucher das Schalkenmehrener Maar besucht. „Unsere Hauptzeit sind die Sommerferien. Da ist hier richtig viel los“, sagt Hannelore Möller-Steffens. bec/gek

Extra:

Öffnungszeiten: In der Saison von Mai bis Oktober von 10 bis 18 Uhr, bei guter Witterung bis 20 Uhr.

Preise: Erwachsene zahlen drei Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro; eine Familienkarte kostet 51 Euro für die ganze Saison.

Verpflegung: Speisen und Getränke können mitgebracht werden. Im Kiosk vor Ort gibt es Snacks, Eis und andere Erfrischungen.

Größe: Die Wasserfläche des Pulvermaar beträgt 37,7 Hektar. An seiner tiefsten Stelle beträgt der Abstand zwischen Grund und Wasseroberfläche 72 Meter. Es gibt 2500 Liegeplätze.

Sonstiges: Für die kleinen Besucher gibt es ein Planschbecken, das mit Maarwasser gefüllt ist. Ein Sprungturm steht für besonders Mutige mitten im Wasser. Der Bootsverleih bietet Ruderboote (drei Euro/30 Minuten), Tretboote (vier Euro/30 Minuten) und Sonnenboote (fünf Euro/30 Minuten) an.

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