region/bitburg

118 Schüler, 65 Projekte, jede Menge Neugier: Das sind die Zutaten für den 51. Regionalwettbewerb von Jugend forscht in Bitburg

(Bitburg) 118 Schüler haben beim 51. Regionalwettbewerb von Jugend forscht in Bitburg ihre Projekte vorgestellt. Zu sehen waren 65 Arbeiten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Technik. (Mit Bilderstrecke)

19.02.2016
Christina Libeaux
Plakate – handgemalt oder am Computer gestaltet – hängen an Stellwänden, auf den Tischen sind Experimente aufgebaut, dazwischen stehen selbstgebaute Apparaturen. In den Gängen wuseln Schüler. Lehrer, Eltern und Jurymitglieder bahnen sich einen Weg, stellen Fragen, begutachten die 65 Arbeiten, mit denen sich 118 Schüler beim 51. Regionalwettbewerb von Jugend forscht in der Bitburger Stadthalle präsentieren. 

Zum Beispiel der zwölfjährige Carlos Servaty: Bei ihm hat alles mit Loom-Bändern angefangen – kleinen Gummibändern aus Silikon, mit denen man Armbänder knoten kann. Er wollte wissen, ob er eine kompostierbare Alternative zu den bunten Bändern entwickeln kann. Schließlich hatte er im vergangenen Jahr schon einen kompostierbaren Kleber aus Milch hergestellt.

Diese Ausgangsmischung ergänzte er um verschiedene Weichmacher wie Sorbitol oder Glycerin. Das beste Ergebnis beim Reißfestigkeits-Test erzielten eine Mischung mit acht Gramm Sorbitol. Das wird auch in der Lebensmittelindustrie als Feuchthaltemittel eingesetzt und findet sich in den meisten Kaugummis. 

Seine Gummistreifen, so fand Carlos heraus, wurden nach einigen Tagen sogar reißfester als die Loom-Gummis. Nur ein Problem konnte Carlos nicht lösen: So richtig dehnen lässt sich sein Milchgummi nämlich nicht. Selbst als er Kleber hinzufügte, brachte das keine Besserung. Die verschaffte nur das Beifügen von Silikon – dann wiederum war der Stoff aber nicht mehr kompostierbar. 

Der Jury beim 51. Regionalwettbewerb von Jugend forscht war seine Experimentierfreude dennoch einen von zwei ersten Preisen im Fachgebiet Chemie wert.
Einem ganz anderen Thema – und dennoch in gewisser Weise verwandt, weil auch der Umwelt verschrieben – haben sich Maximilian Weber, Tim Mai und Bao Tran Vu Le gewidmet. Die Schüler untersuchten den Kautenbach in Traben-Trarbach. Anhand von festgelegten Parametern wie Uferbeschaffenheit, Pflanzenreichtum oder Anzahl und Größe von Steinen im Bachbett benoteten sie 19 Abschnitte des Baches mit Noten von eins bis sieben. Die typischen Eigenschaften für die Noten fünf (begradigt, Ufer wenig bewachsen) bis zwei (sehr naturnah mit Mäandern, verschiedenen Pflanzen und Geröll im Bachbett) reproduzierten sie in vier Modellen. Für ihre Arbeit erhielten sie den ersten Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. 

Und egal ob erster Platz oder „nur“ dabei gewesen: „Neugierige Menschen können einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten, indem sie das vorhandene Wissen vergrößern. Genau solche Menschen brauchen wir in den deutschen Unternehmen“, ermunterte Jan Niewodniczanski, Geschäftsführer Technik und Umwelt der Bitburger Braugruppe, die Nachwuchsforscher. 
 

Alle Preisträger - Schüler experimentieren: 


Fachgebiet: Arbeitswelt:
 1. Platz: „Was dämmt ein Holzhaus am besten?“, Leon Mayers, Til Weimann, Tim Schelian (Kooperative Gesamtschule St. Matthias, Bitburg); 2. Platz: „Lippen so weich wie Samt“, Marie Hank, Selina Kirking, Anika Ettner (Realschule plus Trier-Ehrang, Trier); 3. Platz: „Leuchtender Wackelpudding“, Nico Schauster, Noah Herres, Lukas Schmitt (Kooperative Gesamtschule St. Matthias, Bitburg);

Fachgebiet: Biologie:
1. Platz: „Pflanzenwachstum mit erneuerbaren Ressourcen fördern“, Adam Sosnowski, Joshua Dömer, Erick Metzinger (Kooperative Gesamtschule St. Matthias, Bitburg); 2. Platz: „Mr. X in unserem Garten – Wer hat die Kokosnuss geklaut“, Elias Döring, Nils Nikolic (Stefan-Andres-Gymnasium Schweich, Schweich); 3. Platz: „Wie viel Wasser nehmen Samen auf?“, Philipp Schäfer, Jan Leon Keßler, Luca Mannebach (Realschule plus, Nachtsheim, St.-Stephanus-Realschule plus, Nachtsheim)

Fachgebiet: Chemie:
1. Platz: „Kuhler Gummi: die Milch macht’s“, Carlos Servaty (Peter-Wust-Gymnasium, Wittlich); „Magische Kristalle“, Sandro Juchmes (Regino-Gymnasium, Prüm); 2. Platz: „Jadens Kunsthonig gegen Bienenhonig“, Jaden Dahm (Regino-Gymnasium, Prüm); 3. Platz: „Mücken, Repellentien und ihre Gefahren“, Eva Kroschel, Charlotte Fröhlich (Gymnasium an der Stadtmauer, Bad Kreuznach)

Fachgebiet: Technik:
 1. Platz: „Fortbewegung der Zukunft – Magnetschwebebahn“, Alexandra Mohrs (Kurfürst-Balduin-Gymnasium, Münstermaifeld); 2. Platz: „Ein Gerät, das die Feuchtigkeit von Erde misst“, Dennis Quint (Integrierte Gesamtschule Hermeskeil, Hermeskeil); 3. Platz: „Sandeinkehrmaschine/Kieseinkehrmaschine“, Luca Ahlert, Lenny Barzen (Ausonius-Gymnasium/KGS Kirchberg, Kirchberg);
 
 
Alle Preisträger - Jugend forscht: 
 
Fachgebiet: Biologie:
1. Platz: „Erhöht Walzen die Biodiversität einer Brache?“, Judith Grünewald (Gauß-Gymnasium, Worms); 2. Platz: „Süße Verführung ? – Die Auswirkungen von unterschiedlichen Zuckerarten auf unsere Darmflora“, Samil Muhammed Ayvaz (Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg); 3. Platz: „WWW-Pflanzen“, Selime Ayvaz, Anostela Albert (Realschule plus Neustadt, Neustadt);

Fachgebiet: Chemie:
1. Platz: „Nagellacke – Und die Lösung des Problems?“, Stella Kriegsmann (Humboldt-Gymnasium, Trier); 2. Platz: „Alte Liebe rostet doch“, Patrick Shafik, Balint Niehl (Humboldt-Gymnasium, Trier); 3. Platz; „Tod den Bakterien“, Iva Marx, Constanze Koppers (Humboldt-Gymnasium, Trier);

Fachgebiet: Geo- und Raumwissenschaften:
1. Platz: „Der Kautenbach – ein (Er-)lebensraum für Mensch und Natur?“, Tim Mai, Bao Tran Vu Le, Maximilian Weber (Freiherr-vom-Stein-Realschule plus, Bernkastel-Kues); 2. Platz: „Die innerstädtische Gliederung von Mainz im Vergleich zu Frankfurt und Trier“, Chiara Neises (Max-Planck-Gymnasium, Trier); 3. Platz: „Problemfall Flächenversiegelung: Untersuchung versiegelter Flächen auf thermische Auswirkungen und Nachhaltigkeit“, Jonas Koch, Torben Damm (Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium, Neustadt);

Fachgebiet: Mathematik/Informatik:
 1. Platz: „Künstliche Evolution von Core War Programmen“, Daniel Schmidt (Otto-Schott-Gymnasium Gonsenheim, Mainz); 2. Platz: „Magic Control: Wie lassen sich Computer mit Gesten steuern?“, Simon Schädler (Max-Planck-Gymnasium, Trier); 3. Platz: „Parallele Datenübertragung über Laser“, Julius Näumann (Internationale deutsche Schule Brüssel, Brüssel);

Fachgebiet: Physik:
1. Platz: „Experimentelle Bestimmung des Haftreibungskoeffizienten von Papierseiten“, Yannick Kuhl (St. Matthias-Gymnasium, Gerolstein); 2. Platz: „Ionen Dressur“, Dardan Ramadani (Gymnasium Traben-Trarbach, Traben-Trarbach); 3. Platz: „Beeinflussung der Intonation des Pfeifenwerks einer Orgel durch Temperaturschwankungen“, Dominik Hambel (Privates Gymnasium Weierhof am Donnersberg, Bolanden).

Weitere Fotos zum Wettbewerb finden Sie in unserer Bilderstrecke.
 

Empfehlungen

Kommentare