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Neue Straßenführung bringt mehr Sicherheit

(Daun-Pützborn) Die an der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt des Dauner Stadtteils Pützborn wohnenden Bürger können auf die seit Jahren angekündigte Verkehrsberuhigung hoffen. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein geht davon aus, dass mit der Realisierung des 1,4-Millionen-Euro-Projekts bald begonnen werden kann.
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Daun-Pützborn. Täglich passieren um die 4000 Fahrzeuge die Bundesstraße 257 im Bereich der Ortsdurchfahrt Pützborn - häufig genug zu schnell. Und vor allem die Lastwagen verursachen auch eine Menge Lärm. Da wundert es nicht, wenn die Einwohner des Dauner Stadtteils darauf warten, dass der seit Jahren angekündigte Ausbau endlich beginnt. Auch wenn Prognosen bislang mit Vorsicht zu genießen waren: Für dieses Jahr ist man beim für das Projekt maßgeblich zuständigen Landesbetrieb Mobilität (LBM) zuversichtlich, dass es bald losgeht.

Höhere Baukosten: Die Baukosten sind nach der Ausschreibung höher als ursprünglich geschätzt, denn es wird mehr gemacht als geplant. Zusätzlich zum Ausbau der Ortsdurchfahrt, die allein etwa 800 000 Euro kostet und die der Bund übernimmt, kommen etwa 90 000 Euro hinzu für die Erneuerung der Fahrbahn von Pützborn bis zum Stadteingang Daun (in Höhe der Zufahrt Lidl, geht ebenfalls auf Rechnung des Bundes). Weitere etwa 400 000 Euro werden die Kanalverlegung und Wasserleitungsarbeiten kosten, für die die Verbandsgemeinde-Werke Daun verantwortlich zeichnen. Auf die Stadt Daun kommen etwa 110 000 Euro für den Gehwegebau zu.

Umleitung führt über Neroth: Bevor die Arbeiten im Ort beginnen können, müssen die Vorbereitungen für die Umleitung des Verkehrs abgeschlossen sein. Der Schwerverkehr wird ab Oberstadtfeld über Neroth, Kirchweiler, Steinborn, Neunkirchen und Daun (und umgekehrt) umgeleitet, der übrige Verkehr über die ehemalige K 33 zwischen Pützborn und Neunkirchen. Dort befindet sich die alte Brücke über den Deienbach, die dem zusätzlichen Verkehr aber nicht gewachsen ist. Konsequenz: Sie muss so hergerichtet werden, dass sie der größeren Belastung während der Umleitungszeit standhält. Nicht nur PKW und Busse werden sie passieren, auch LKW, bedingt durch den Anliegerverkehr im Gewerbegebiet Pützborn. Und was passiert mit der ohnehin schon arg ramponierten Straße, wenn sie durch die Umleitung noch schlechter wird? "Es gibt vor Einrichtung der Umleitung und danach eine Bestandsaufnahme des Straßenzustands. Dann wird entschieden, ob eine Instandsetzung erforderlich ist und in welchem Umfang", sagt Helmut Bell vom LBM.
Steht die Umleitung, wird mit dem eigentlichen Projekt begonnen - in mehreren Abschnitten. Auf rund 700 Metern ab der Kreuzung zum Gewerbegebiet wird die Bundesstraße erneuert.
Mit dem Ausbau werden zudem einige Änderungen umgesetzt: Die Buswartebucht auf der Seite der Alten Schmiede fällt komplett weg, die Busse halten dort künftig auf der Straße. An der Bushaltestelle wird auch eine Fußgängerinsel gebaut, damit die Kinder gefahrloser über die vielbefahrene Bundesstraße kommen.

Veränderte Straßenführung: Am Ortseingang im Bereich der ehemaligen Tankstelle wird die Straßenführung so verändert, dass die Autos und Laster nicht mehr so schnell ins Dorf fahren können. Zudem soll dort eine Mittelinsel, die gleichzeitig als Fußgängerüberquerungshilfe dient, für mehr Sicherheit sorgen. Das versprechen sich die Planer auch von einem neuen Gehweg zwischen den Wohngebieten Pützborner Hang und Hasenfeld.
Auf einen exakten Starttermin will sich der LBM nicht festlegen, aber die Pützborner sind in diesem Jahr ganz nah dran: Es spricht so viel wie nie zuvor dafür, dass es bald wirklich losgeht. Denn: "In Kürze erfolgt die Einweisung der Baufirma", kündigt Helmut Bell an.


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