region/hunsrueck
17.02.2010

Freie Wähler fordern Klinik-Erhalt

Die Freie Wählergruppe Morbach (FWM) sorgt sich um die Zukunft des Hermeskeiler Krankenhauses, das von vielen Bürgern der Einheitsgemeinde in Anspruch genommen wird. Fraktionssprecher Achim Zender regt eine gemeinsame Resolution an.

Morbach/Hermeskeil. (iro) Die Diskussion um das St.-Josef- Krankenhaus in Hermeskeil geht weiter. Achim Zender von den Freien Wählern Morbach (FWM) meldet sich zu Wort. Er fürchtet eine Veränderung der Krankenhaus-Landschaft im Hunsrück. In der öffentlichen Diskussion sei die Rede davon, dass die Klinik, die für "viele Menschen in der Gemeinde Morbach das Heimat-Krankenhaus ist", zu einer sogenannten Portalklinik werden könnte, in der nur noch die Erst- und Akutversorgung der Patienten stattfinden soll. Es gebe auch Gerüchte über eine mögliche Schließung (der TV berichtete). Gesundheitsministerin Malu Dreyer hatte allerdings kürzlich betont, dass das Hermeskeiler Krankenhaus für sie nicht zur Disposition stehe.
 
Zender fürchtet einen weiteren Abbau von Infrastruktur und einen "nächsten Schritt weg vom Land, hin zur Stadt". Der FWM-Fraktionssprecher will dies nicht hinnehmen und in der Gemeinderatssitzung am kommenden Montag, 22. Februar, von Bürgermeister Gregor Eibes den neuesten Sachstand erfragen. Er fordert mit seiner Fraktion den Erhalt des Krankenhauses in seinem bisherigen Bestand.
 
Deshalb regt er im Namen seiner Gruppierung an, gemeinsam mit den anderen Fraktionen eine Resolution zum Erhalt des Krankenhauses zu erarbeiten. Ähnliches haben die Freien Wähler laut Zender im Kreis Bernkastel-Wittlich vor.
 
Hintergrund für die Gerüchte über eine mögliche Schließung sind die Bemühungen der Cusanus-Trägergesellschaft Trier (CTT) und der Marienhaus GmbH, ihre Klinken in Hermeskeil, Wadern, Lebach, Illingen und Weiskirchen in einem Verbund zusammenzufassen. Wie das aussehen soll ist allerdings noch offen. In einer Kreistagssitzung in Saarburg wurde bekannt, dass der Auslastungsgrad mancher Abteilung niedrig sei.
 
Hans-Dieter Dellwo, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Thalfang, hat sich bereits in unserer Zeitung zum Thema geäußert. Er wolle sich mit den Amtskollegen in Hermeskeil, VG-Bürgermeister Michael Hülpes und Stadtbürgermeister Udo Moser, für den Fortbestand der Einrichtung einsetzen. Die Betroffenheit der Menschen in seiner VG sei angesichts der Gerüchte groß.

Empfehlungen

Kommentare