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Drei Retter mit zwei Traktoren helfen 21-jähriger Autofahrerin - Wagen einer Frau steckt drei Tage auf einem Feldweg fest

(Pellingen/Pluwig/Franzenheim) Eine junge Frau aus Zerf hat ihr Auto am Sonntag auf einem Feldweg bei Pellingen festgefahren. Erst nach drei Tagen, etlichen Anrufen und einem Aufruf über das soziale Netzwerk Facebook hat sie Helfer gefunden.

10.02.2016
Christian Kremer
Cassandra Koch war verzweifelt. Seit Sonntag steckte ihr Auto auf einem Feldweg zwischen Pluwig und Pellingen fest. Der Wagen war mit der linken Seite auf eine Wiese gerutscht und aufgesetzt. Und der Feldweg ist so verschlammt, dass normale Fahrzeuge kaum bis zu der Stelle durchkommen. Doch am Mittwochabend waren sie da, die Retter in der Not. Damian Junk aus Gusterath, Tim Scherer aus Franzenheim und Christopher Müller haben das Auto der Zerferin nach drei Tagen mit zwei Traktoren aus dem Dreck gezogen.

Zuvor konnten weder Polizei noch Feuerwehr Cassandra Koch helfen. Das bestätigt ein Sprecher der Polizei in Saarburg. Die Beamten seien über die Lage informiert gewesen, hätten die Frau aber an Abschleppdienste verwiesen, erklärt der Polizeisprecher auf TV-Anfrage. Er fügt hinzu, dass die Polizei nur in einer konkreten Notlage helfen dürfe - nicht aber bei einem solchen Fall, wenn niemand in Gefahr sei.

Doch Cassandra Koch ist laut eigener Aussage auch bei Abschleppdiensten nicht weitergekommen. Deshalb versuchte sie zwei Tage lang im Internet über Facebook, Traktoren oder andere Abschleppfahrzeuge zu organisieren - bis schließlich ihre drei Retter kamen. Die drei Männer waren über eine Facebook-Gruppe auf den Fall aufmerksam geworden und dann mit den beiden Traktoren angerückt.

Eine Frage, die sich sicherlich viele stellen, ist, warum die junge Frau überhaupt auf den Feldweg gefahren und in die verzwickte Lage geraten ist. Dem TV liefert sie auf Anfrage eine Erklärung: Eigentlich habe sie am Sonntag gemeinsam mit ihrem Freund und ihrer Tochter von Zerf nach Trier fahren wollen - "zu den Schwiegereltern zum Kaffee". Dort sei aber die Straße wegen des Fastnachtsumzugs in Pellingen gesperrt, sagt Koch weiter. Sie habe "nicht ewig warten" und "eine Abkürzung durch Feld und Wald nehmen" wollen. Die Endstation war dann der Graben neben dem Feldweg.




 

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