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Vandalismus auf Baustelle für Flüchtlingsunterkunft in Konz

(Konz) Die Polizei ermittelt wegen mehreren Sachbeschädigungen auf einer Baustelle für eine Asylbewerberunterkunft in Konz. Einen fremdenfeindlichen Hintergrund könne er nicht ausschließen, sagt ein Polizeisprecher auf TV-Anfrage.

01.02.2016
Christian Kremer
Unbekannte haben laut Polizei am vergangenen Wochenende auf einer Baustelle für eine Flüchtlingsunterkunft in Konz Baumaterialien einen Abhang heruntergeworfen, eine mobile Toilette umgestoßen und Zementsäcke verstreut. Ein Zeuge hat den Vorfall am Montagvormittag bei der Polizei gemeldet

Die Baustelle befindet sich in der Roscheider Straße neben dem bestehenden Asylbewerberheim. An der Stelle entstehen Wohncontainer in Holzbauweise, die 60 Asylbegehrenden Platz bieten sollen. Laut Polizei haben die Unbekannten die Fenster zu den Gebäuden geöffnet, um die Sachbeschädigungen zu begehen. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei haben der oder die Täter zwischen Samstag, 16 Uhr, und Sonntag, 16 Uhr, zugeschlagen. Die Schadenshöhe dürfte im niedrigen dreistelligen Bereich liegen.

Polizeisprecher Karl-Peter Jochem sagt auf TV-Anfrage, dass er einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat nicht ausschließen könne. Allerdings könne er erst etwas über die Motive der Täter sagen, wenn sie gefasst seien.

Der Kreis Trier-Saarburg ist Bauträger für die neue Flüchtlingsunterkunft. Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben die Baustelle in Konz laut Verwaltungssprecher Thomas Müller direkt besichtigt, nachdem der Kreis von dem Vorfall erfahren hat. Auf TV-Anfrage erklärt Müller, dass die Inspektion vor Ort ergeben habe, dass es sich zwar um Vandalismus handele, aber keine Schäden entstanden seien, die Verzögerungen herbeiführen könnten. Die Unterkünfte könnten demnach wie geplant im März bezogen werden.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Konz, Telefon 06501/92680, zu melden.

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