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In Luxemburg gesucht, in Serbien angeschossen: Der Schwerverbrecher Izet Ajdinovic ist seit drei Jahren auf der Flucht

(Luxemburg) Der von Luxemburg gesuchte Schwerverbrecher Izet Ajdinovic ist seit fast drei Jahren auf der Flucht. Er wurde am Montag in Serbien in einem Krankenhaus niedergeschossen.

02.02.2016
tageblatt.lu
Sechs Männer, darunter Izet Ajdinovic, dringen im März 2013 in der rue Jean-Schoetter in Luxemburg-Stadt in ein Haus ein und nehmen eine ganze Familie als Geisel. Sie fesseln die Familienmitglieder und bedrohen sie mit Waffen. Anschließend verschwinden sie mit Bargeld. Schnell finden Ermittler Spuren in Richtung Izet Ajdinovic.

Er wird mit internationalem Haftbefehl wegen Geiselnahme, Entführung und Raubüberfall gesucht. Sein Fahndungsfoto zirkuliert bei Europol und seit Ende Januar auf der "Most Wanted"-Liste des Zielfahndungsnetzwerks ENFAST. Das wurde ihm jetzt zum Verhängnis wie tageblatt.lu berichtet.

Im Bett angeschossen

Am Montagmorgen wurde der 45-Jährige in der südserbischen Stadt Novi Pazar an der Grenze zum Kosovo in einem Krankenhaus niedergeschossen. Der Mann wurde in einem Krankenbett von zwei Kugeln in den Oberschenkel und Fuß getroffen. Er musste notoperiert werden, berichtet die serbische Nachrichtenseite "Blic-Online".

Der Täter flüchtet zunächst. Wenige Stunden später begründet er seine Tat auf Facebook, heißt es von "Blic-Online. "Es ist wahr, ich habe Ajdinovic erschossen. Im Gegensatz zur Polizei und Justiz habe ich keine Angst vor Kriminellen, die Frauen und Kinder in Luxemburg angreifen, schreibt der 27-jährige Schütze. Ob er inzwischen festgenommen wurde, ist unklar. Fest steht, dass Izet Ajdinovic den Anschlag überlebt hat.

Auf freiem Fuß

"Blic-Online," berichtet, dass es zwischen den beiden seit langem Ärger gegeben habe. Bereits vor zwei Jahren soll Izet Ajdinovic auf den Schützen geschossen haben. Es gehe um einen Geldstreit. Eigentlich sollten die beiden sich am 22. Februar vor einem Gericht in Novi Pazar wiedersehen.

Auf dem Balkan ticken die Uhren anders. Während die Luxemburger Behörden über Europol Izet Ajdinovic mit internationalem Haftbefehl suchen, konnte sich der Mann fast drei Jahre lang frei in Serbien bewegen. Laut der Polizei aus Novie Pazar liegt kein Haftbefehl gegen ihn vor.

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