region/pruem

Interesse an der Westeifelschau wächst

Schwerpunkt auf Ausbildung und Arbeitsmarkt wird ausgebaut - Fachkräftemangel gemeinsam begegnen

(Arzfeld) Der Ausbildungs- und Arbeitsmarktschwerpunkt auf der Arzfelder Westeifelschau kommt an: Deshalb setzen die Veranstalter im Islek auch in diesem Jahr auf diesen Bereich und wollen ihn weiter ausbauen. Das Ziel sind mehr als 100 Aussteller und rund 15 000 Besucher.

13.02.2012
Christian Brunker
Arzfeld. Nur noch rund zweieinhalb Monate, dann startet auf dem Arzfelder Ausstellungsgelände die elfte Westeifelschau (Wes). Der Gewerbeverein Arzfeld hat sich als Veranstalter hohe Ziele gesetzt: Mehr als 100 Aussteller sollen auf die Wes kommen und mehr als 15 000 Besucher an den vier Tagen vom 28. April bis zum 1. Mai in die Zelte locken. Vor zwei Jahren waren es rund 90 Aussteller und mehr als 10 000 Besucher.
"Bis jetzt ist es ganz gut angelaufen", sagt Herbert Zahnen, der Vorsitzende des Gewerbevereins. Genaue Anmeldezahlen hat er zwar noch nicht ausgewertet, weil erfahrungsgemäß noch viele, vor allem kleinere Firmen, erst kurzfristig ihre Zusage geben. Dennoch ist er optimistisch, die anvisierten Ziele zu erreichen. "Von der Tendenz ist es schon ein bisschen stärker als beim letzten Mal." Gerade von den großen Firmen bekomme er viele positive Signale - vor allem wegen des starken Gewichts auf Arbeitsmarkt und Ausbildung, das man in diesem Jahr erneut bei der Westeifelschau setzen will. "Die Bundeswehr beispielsweise kommt in diesem Jahr mit einem richtigen Stand", sagt Zahnen. Bislang waren die Streitkräfte nur mit einem Bus im Außenbereich vertreten. "Denen hat das hier so gut gefallen, dass sie ihr Angebot ausbauen wollen", sagt Zahnen. Auch der Energiekonzern RWE werde sich mit einem größeren Stand präsentieren. "Das sind schon Stände, die sich sehen lassen können", sagt Zahnen. Für ihn sind dies eindeutige Signale, dass die vor zwei Jahren eingeschlagene Ausrichtung auf Ausbildung und Arbeitsmarkt die richtige ist. "Wir haben Firmen aus der Region und darüber hinaus, die nur wegen diesen Themen zu uns kommen."

Mehr Rahmenprogramm



Nach allem, was man von den Ausstellern gehört habe, sei die Westeifelschau 2010 sehr gut angenommen worden, sagt Zahnen. "Deshalb ist es für uns jetzt auch leichter, Aussteller zu finden." Das bestätigt auch Detlef Maiers von der Raiffeisenbank Westeifel. Natürlich sei es schwierig, während einer Messe konkrete Bewerbungsgespräche zu führen. "Aber wir haben viele Kontakte knüpfen können", sagt Maiers. Einige der Interessierten hätten dann später auch ein Praktikum in der Bank gemacht. Außerdem sei der angebotene Check gut angenommen worden, bei dem mit den Jugendlichen geschaut werde, welcher Berufszweig für sie geeignet sei.
Wie auch 2010 soll die Wes an einem Tag den Schülern gewidmet sein, die aus dem gesamten Eifelkreis kommen sollen und sich auf der Schau über Ausbildungsmöglichkeiten und -betriebe informieren können.
Parallel dazu soll nun auch das Bühnen- und Rahmenprogramm ausgeweitet werden. Auf dem neu asphaltierten Radweg soll beispielsweise eine Fahrrad-Sternfahrt stattfinden. Außerdem laufen derzeit Überlegungen, ein Energieforum zu veranstalten, bei dem die Auswirkungen der Energiewende auf die Region thematisiert werden sollen. Daneben soll aber auch der Arbeitsmarkt Eifel in den Blickpunkt rücken. Denn angesichts des immer stärker werdenden Fachkräftemangels, sagt Zahnen, müsse man sich als Region gemeinsam präsentieren und Arbeitskräfte von außerhalb anziehen. "Das kann ja kaum ein einzelnes Unternehmen", sagt Zahnen. "Da könnte man die Westeifelschau nutzen, um einen Anfang zu machen."
Extra
Die Westeifelschau in Arzfeld wird am Samstag, 28. April, eröffnet und lädt an den folgenden vier Tagen bis zum Dienstag, 1. Mai, von 8 bis 21 Uhr die Besucher ein. Im Zelt stehen den Ausstellern 2750 Quadratmeter zur Verfügung, im Außenbereich sind es weitere 5000 Quadratmeter. Das Oberthema lautet: "Leben und Arbeiten in der Eifel". Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, Andreas Kruppert, übernommen. Weitere Informationen beim Gewerbeverein Arzfeld, Telefon 06550/9290-0, oder per E-Mail an wes2012@westeifelschau.de ch

Empfehlungen

Kommentare