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50-Millionen-Projekt: Hochschulen in Trier werben um neue Studenten

Bund und Land geben Geld für 600 zusätzliche Plätze – Mehr Lehrräume, mehr Personal

(Trier) Die Platznot an vielen der elf Hochschulen in Rheinland-Pfalz ist groß. Nun gibt es viel Geld von Bund und Land. Von den insgesamt 502 Millionen Euro fließen knapp 50 Millionen nach Trier. Die Zahl der Studierenden soll weiter steigen. Für neue Wohnungen ist aber kein Geld vorgesehen.

25.01.2016
Rainer Neubert
Intensiv ist zwischen den Hochschulen und dem Land darüber verhandelt worden, wie die 502 Millionen Euro verteilt werden sollen, die von Bund und Land für den Hochschulpakt III bereitgestellt werden. Mit dem Ergebnis sind die Präsidenten der beiden Akademikerschmieden in Trier zufrieden.
Vor allem Hochschulpräsident Norbert Kuhn atmet auf: „Mit der Förderung von 37,5 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren können wir auch bei deutlich steigenden Studierendenzahlen eine qualitativ hochwertige Ausbildung sicherstellen.“ Im Gegenzug verpflichtet sich die Hochschule, bis 2020 jährlich 500 zusätzliche Studienanfänger aufzunehmen, vor allem in den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Gesundheitswirtschaft. Es gibt auch mehr Lehrräume und mehr Personal.

Nicht so viel Entwicklungspotenzial hat die Universität Trier, die mit jährlich 120 zusätzlichen Studienanfängern kalkuliert, allerdings gerechnet vom Ausgangsjahr 2005. Insgesamt 12 Millionen Euro gibt es dafür. „Wir setzen konsequent auf qualitatives Wachstum der Lehre“, sagt Uni-Präsident Michael Jäckel.

Zurückhaltend ist die Begeisterung beim für beide Trierer Einrichtungen zuständigen Studierendenwerk, das sich um viele soziale Belange rund um das Studium kümmert, etwa um Wohnraum, Mensa und günstige Bustickets. Vor zwei Jahren hatten Geschäftsführung und Verwaltungsrat an die Landtagsfraktionen appelliert, im Hochschulpakt III auch Mittel für solche sozialen Belange bereitzustellen. Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner: „Unsere bisherigen Appelle in diese Richtung sind ungehört geblieben. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Landespolitik der Unterstützung angemessener Lösungen nicht verschließen würde, falls sich die Situation für Studierende am Trierer Wohnungsmarkt zuspitzen sollte.“ 22.000 junge Menschen studieren derzeit in Trier. 
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Hintergrund: Ohne die Millionen aus dem Bund-Länder-Pakt wäre eine Verbesserung der Studienbedingungen auch in der Uni Trier nur schwer möglich

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