region/trier

Brand in der Porta Nigra vermutlich durch Böller verursacht

(Trier) Vermutlich durch einen Feuerwerkskörper ist am Montagnachmittag ein Brand im Ostturm der Porta Nigra ausgebrochen. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest, da auch die Bausubstanz des Baudenkmals betroffen ist.

27.01.2014
Joachim Engbrocks/Roland Morgen
Wie die Berufsfeuerwehr Trier mitteilte, standen um kurz vor 16 Uhr im Erdgeschoss des Ostturms ein Vorhang, Holzteile sowie Kabel und Scheinwerfer in der Nähe einer Fensteröffnung in Flammen. Das Feuer war schnell gelöscht, der Einsatz nach einer Viertelstunde beendet. 

Verletzt wurde niemand, die Porta Nigra war kurz nach Brandausbruch geräumt worden. Mitarbeiter der Tourist-Info hatten noch versucht, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Den Sachschaden an Vorhang und Elektroteilen schätzt die Polizei auf rund 1000 Euro. 

Allerdings liegt der tatsächliche Schaden wesentlich höher. Von der Originalsubstanz der Porta Nigra, die im späten 2. Jahrhundert aus Kylltal-Sandstein erbaut wurde, sind laut Landesmuseums-Chef Marcus Reuter einige "handgroße Fragmente" abgeplatzt. Die Porta Nigra ist Teil des Weltkulturerbes. Daher müssen nun Unesco-Experten zur Schadensbegutachtung hinzugezogen werden. Bei dem Vorhang handelte es sich um eine Requisite der historischen Erlebnisführung "Das Geheimnis der Porta Porta Nigra". Die pausiert derzeit saisonbedingt.

Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung. Zeugen hatten beobachtet, dass eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen zwischen 15 Uhr und 15.45 Uhr an mehreren Stellen Kracher bzw. Böller gezündet hatten.

Die Polizei geht davon aus, dass mindestens ein Böller in die Fensteröffnung geworfen wurde und dadurch der Vorhang Feuer fing. Die Polizei fahndet nun nach den Verursachern. Die Böllerwerfer können vermutlich identifiziert werden, da sie von einer Überwachungskamera aufgenommen wurden. Die Aufnahmen sollen bis Dienstagvormittag ausgewertet werden. Zeugenhinweise an die Polizei Trier, 0651/9779-3200.

Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr Trier mit 14 Wehrleuten und die Polizeiinspektion Trier.

Empfehlungen

Kommentare