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Hundert Fackeln für den Frieden

Bundesweite Aktion gegen Bundeswehreinsatz bringt den Protest auf die Kaiser-Wilhelm-Brücke

(Trier) "Stop the war" (Stoppt den Krieg) prangte am Samstag in großen Lettern an der Kaiser-Wilhelm-Brücke. Mit der Aktion "Lichter für Syrien" machten die Teilnehmer auf den Bundeswehreinsatz gegen den sogenannten Islamischen Staat aufmerksam und demonstrierten für einen Abzug der deutschen Streitkräfte.

21.02.2016
Trier. In 60 deutschen Städten hat es am Wochenende Demonstrationen gegen die aktuelle Verteidigungspolitik. Nach den Anschlägen von Paris, zu denen sich später Anhänger der Terrorgruppe IS bekannt haben, diskutierte die Bundesregierung einen Einsatz deutscher Soldaten in Syrien. Anfang Dezember wurde die Präsenz der Bundeswehr daraufhin beschlossen. Aus Sicht der Organisatoren war die Diskussion über den Einsatz damals allerdings nicht ausreichend. Die Entscheidung sei voreilig gefallen und nütze der Bevölkerung wenig. Mit der Aktion "Lichter für Syrien" sollte nun der Dialog innerhalb der Gesellschaft angestoßen werden.
Während beispielsweise in Hamburg ein menschliches Friedenszeichen gebildet worden ist, haben sich die Trierer für einen Lichterzug von der Porta zur Kaiser-Wilhelm-Brücke entschieden. Organisatorin Lina Kannapinn hat die Aktion gemeinsam mit anderen jungen Leuten geplant und wurde dabei von der AG Frieden, den Grünen und Pax Christi unterstützt.
100 Demonstranten fanden sich schließlich an der Porta Nigra ein, um trotz des Regenwetters ihre Fahnen für den Frieden zu schwenken. Auch einige Flüchtlinge waren bei den Teilnehmern.
Neben dem Abzug der Bundeswehr aus der Krisenregion, wurde auch ein Umdenken in der Außenpolitik gefordert. Der völkerrechtswidrige Einsatz werde eher aus ökonomischen Gründen und einer Abschottungsstrategie herausgeführt, so Markus Pflüger von der AG Frieden. nhl

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