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Am Tag, als der Winter kam: Heftige Schneefälle behindern Verkehr - Sattelschlepper auf der Bitburger verursacht kilometerlangen Stau

(Welschbillig/Hermeskeil) Der plötzliche Wintereinbruch in der Region hat viele Autofahrer überrascht. Auf der B 51 in der Nähe des Helenenbergs rutschte am Morgen ein spanischer Sattelschlepper in den Graben und verursachte einen Riesenstau zwischen Bitburg und Trier, der sich erst am Nachmittag wieder auflöste. Ansonsten meldete die Polizei Bagatellunfälle.

03.03.2016
Verona Kerl
Welschbillig/Hermeskeil. Viele dicke Schneeflocken haben am Morgen die Region in eine märchenhafte Winterlandschaft verwandelt. Die Folgen allerdings waren weniger zauberhaft, denn die heftigen Schneefälle machten aus den Straßen gefährliche Rutschbahnen.

Der spektakulärste Unfall passierte gestern Morgen gegen 8 Uhr: Ein spanischer Sattelschlepper fuhr auf der B 51, als er kurz vor dem Helenenberg auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen geriet und in den Graben schlitterte. Dabei riss der Tank auf, und Diesel lief aus. Flugs bildete sich ein kilometerlanger Stau in beiden Richtungen. Da der Lastwagen mit einem Spezialkran geborgen wurde und die Straßenmeisterei Trier Diesel und Öl beseitigen musste, kam der Verkehr erst wieder am späten Nachmittag ins Rollen.

Darüber hinaus atmeten die Polizisten auf: Keine schweren Unfälle, keine Schwerverletzten. Überhaupt gar keine besonderen Vorkommnisse meldete die PI Saarburg. Markus Kohl freute sich: "Bei uns ist alles ruhig."

Einen turbulenteren Vormittag hatten da die Kollegen von der PI Schweich. Gegen 8.10 Uhr überschlug sich eine 30-Jährige mit ihrem Wagen auf der L 151, als sie aus Thomm Richtung Trier fuhr und in einer Linkskurve ins Schleudern geriet. Das Auto blieb auf dem Dach liegen, die Fahrerin wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Bei Zemmer-Rodt rutschte ein Auto auf der L 46 in einen Leitpfosten. Die Autobahnpolizei Schweich rückte zu sieben witterungsbedingten Unfällen mit Blechschaden aus, vier davon auf der A 1 im Bereich Hochwald, einer im Bereich Wittlich und zwei auf der A 64 zwischen Trier und Luxemburg.

Im Hochwald, da, wo der meiste Schnee vom Himmel fiel, zählte Werner Steinmetz von der PI Hermeskeil drei Unfälle ohne Verletzte. Großes Glück hatte dabei eine Autofahrerin, die zwischen Züsch und Neuhütten in einer scharfen Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geriet, auf der ihr in dem Moment kein Auto entgegenkam. Zwei weitere kleinere Unfälle registrierten die Kollegen von Steinmetz in Hermeskeil-Abtei (PKW schlitterte in eine Hecke) und am Ortsausgang von Reinsfeld (Autofahrer riss Hinweisschild auf der Verkehrsinsel um).

Von solch einem ruhigen Einsatz konnte die Straßenmeisterei Hermeskeil nur träumen. "Seit drei Uhr am Morgen waren wir mit 26 Streufahrzeugen unterwegs, um sechs Uhr fing es an zu schneien", berichtete der Leiter Arnold Eiden. Zwischen Hermeskeil und Trier, auf der B 268, der B 407 und im Raum Schillingen/Pluwig gab es zeitweise Behinderungen wegen liegen gebliebener Fahrzeuge. Womit auch die Straßenmeisterei Trier zu kämpfen hatte, die mit sieben Fahrzeugen die Schneemassen von den Straßen räumte und außerdem große Mengen an Diesel und Öl beseitigen musste, Folgen des havarierten Sattelschleppers auf der B 51.

 
Extra
Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen? Der Frühling lässt weiterhin auf sich warten. TV-Wetterfrosch, Diplom-Meteorologe Dominik Jung, macht erst mal keine Hoffnung auf warme Temperaturen und Sonnenschein: "Auch in den nächsten Tagen bleibt das Wetter nass und kalt. Die Schneefallgrenze reicht bis runter ins Moseltal mit Temperaturen um die 4 Grad, ab 400 Meter ist mit leichtem Dauerfrost zu rechnen." Wetterbesserung stellt Jung frühestens ab Mitte März in Aussicht. Erst ab 15. März sei mit zweistelligen Temperaturen zu rechnen. Bis dahin heißt es weiter zittern und Schnee schippen. vk

Havarierter Sattelzug: Alles steht, nichts geht mehr auf der B 51

Plötzlicher Schnee, viele Unfälle

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