Weichen für Bahnhofs-Gestaltung gestellt

Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bauausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Schweich. Beraten wurde über die Nutzung der neuen Sportanlage und über die Kostenverteilung bei der geplanten Umgestaltung des Schweicher Bahnhofs.

 Sanierungsfall: Bei der Neugestaltung des Schweicher Bahnhofs soll nun auch die VG Schweich beteiligt werden. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Sanierungsfall: Bei der Neugestaltung des Schweicher Bahnhofs soll nun auch die VG Schweich beteiligt werden. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Schweich. Zum Thema "Belegung der Sportanlage C" schickte Bürgermeister Berthold Biwer voraus, dass es entgegen anders lautender Gerüchte darüber kein "Hauen und Stechen" unter Vereinen gegeben habe. Biwer: "Das Interesse war allerdings groß. Alle Vereine, die sich für die Anlage beworben hatten, konnten zu ihrer Zufriedenheit berücksichtigt werden."

Sportanlage C schon zu 100 Prozent belegt

Die Belegungsrate liegt nach Angaben der Verwaltung inzwischen bei 100 Prozent. Allen Schweicher Schulen steht ausreichend Unterrichtszeit auf dem Platz zur Verfügung. Die Polizei Schweich hat eine Nutzungsgelegenheit am frühen Nachmittag. Ab 16.30 bis 22 Uhr steht die Anlage Fußballvereinen aus Schweich, Issel, Fell, Föhren und Pölich zur Verfügung. Außerdem werden regelmäßig drei Laufvereine und bei Bedarf auch Gruppen und Einzelpersonen den Platz nutzen können.

Einstimmig wurde von den Ausschüssen beschlossen, für die Anlage noch eine verbindliche Benutzungsordnung zu erstellen. Außerdem stimmte das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung zu, zum offiziellen Eröffnungstag am 28. September einen Läuferabend mit Preisgeldern in Höhe von 2500 Euro auszurichten.

Beim Thema "Umgestaltung Bahnhof Schweich", mit dem sich auch der Schweicher Stadtrat in der Vergangenheit mehrfach befasst hatte (wir berichteten), wurde zunächst über den aktuellen Stand informiert:

Auf der Basis einer Machbarkeitsstudie im Auftrag des Stadtrats hatten Bürgermeister Biwer und Stadtbürgermeister Vitus Blang mit dem Zweckverband Schienen-Personennahverkehr Nord die weitere Vorgehensweise erörtert. Der Verband schlug den Kommunen für den ersten Bauabschnitt folgende Schritte vor:

Zügige Finanzierung und Förderung der auf rund 500 000 Euro geschätzten Investitionssumme.

Kauf der Bahngrundstücke (außer Bahnhofsgebäude) und Ausbau des Geländes mit Zufahrt, Wendemöglichkeit und Bepflanzung.

Bau von maximal 60 Park + Ride-Plätzen, einigen Kiss + Ride-Plätzen für kurze Stopps und Installation von Fahrradboxen.

Bau einer Busbucht mit Unterstelldach an der Entlastungsstraße und Verbesserung des bestehenden Fußwegs von dieser Haltestelle zum Bahnsteig.

Neue Bänke zunächst nur für den mittleren Bahnsteig. Insgesamt bleiben die Bahnsteige aber im ersten Bauabschnitt unverändert.

Zur Finanzierung winkt ein 85-prozentiger Zuschuss auf die förderfähigen Kosten, wozu nicht die Planungskosten zählen. Die nicht durch Zuschüsse gedeckten Kosten sollen - analog dem Bahnhofsprojekt in Föhren - zu zwei Dritteln von der VG Schweich und zu einem Drittel von der Stadt Schweich getragen werden.

Die vorgeschlagene Aufteilung der Kosten wurde einstimmig beschlossen.

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