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Das kleine Sommerloch

(Trier) Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich nach dem Ende der Ferien wieder stabil und positiv.

01.09.2017
Sabine Schwadorf
Trier Im Sommer ist der Arbeitsmarkt stets besonders in Aufruhr, werden doch viele Jugendliche mit ihrer Ausbildung fertig und vorerst nicht mehr weiterbeschäftigt und daher arbeitslos. Zeitgleich enden viele Zeitverträge, so dass die Arbeitslosigkeit traditionell höher liegt als in anderen Monaten.
Doch im Vergleich zu 2016 ist die Lage in diesem Jahr insgesamt besser, und es sind weniger Menschen ohne Job und zusätzlich mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Weil zudem die Sommerferien in Rheinland-Pfalz diesmal bereits Mitte August geendet haben, waren viele junge Gesellen nur kurzfristig arbeitslos. "Das eigentlich übliche ,Sommerloch’ ist daher dieses Jahr viel kleiner ausgefallen als zuletzt", freut sich der Trierer Arbeitsagentur-Chef Heribert Wilhelmi. Und im Vergleich zum Vorjahr merkt er an: "Es ist ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit erkennbar, was für die weiter stabile und positive Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt spricht." Sowohl in der Stadt Trier als auch in den vier umliegenden Kreisen ist die Arbeitslosigkeit rückläufig, zumindest jedoch stabil.
Vor allem junge Leute sind in den heimischen Betrieben gefragt: Im Vergleich zum August 2016 sind elf Prozent weniger Arbeitslose im Alter zwischen 15 und 25 Jahren gemeldet. Im Bezirk Bernkastel-Wittlich war der Rückgang besonders deutlich. "Ausbildungsabsolventen sind als Fachkräfte gefragt und haben gute Chancen eine Stelle zu finden." Folglich ringen die Betriebe um geeignete Bewerber. "Es wird zunehmend schwierig, offene Stellen mit Fachkräften zu besetzen", sagt der Agenturchef. Aber auch ältere Arbeitslose finden wieder zurück in den Arbeitsmarkt: So ist ihre Zahl in der Stadt Trier und im Kreis Vulkaneifel markant gesunken.
Wilhelmi plädiert deshalb an Arbeitgeber, auch Arbeitslosen eine Jobchance zu geben, die noch einen Förderbedarf entweder in der Ausbildung oder bei der Qualifizierung haben.
Dass dies Erfolg verspricht, zeigt abermals die Statistik. So ist nicht nur die Zahl der kurzzeitig Arbeitslosen, die durch die Arbeitsagentur betreut werden, gesunken, sondern auch die derjenigen, die seit mehr als einem Jahr ohne Beschäftigung sind und durch das Jobcenter betreut werden.