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Basketball: Gladiators Trier gewinnen ihr Auswärtsspiel gegen Kirchheim mit 92:82

Ohne drei Stammspieler feiern Gladiatoren Überraschungserfolg beim Tabellendritten Kirchheim

(Kirchheim) Basketball-Zweitligist Gladiators Trier hat am Freitagabend für eine Überraschung gesorgt: Das Team von Trainer Marco van den Berg hat nach starker Vorstellung beim Tabellendritten Kirchheim mit 92:82 (42:35) gewonnen. Und das, obwohl Trier ohne drei Stammkräfte antreten musste.

19.02.2016
Marek Fritzen
Er ist mit nach Kirchheim gefahren, sitzt auf der Bank, direkt neben Gladiators-Trainer Marco van den Berg: Aufbauspieler Kwadzo Ahelegbe will sein Team unterstützen, auch wenn er selbst nicht auf dem Feld stehen kann, weil ihn seit Tagen eine hartnäckige Reizung der Achillessehne plagt.

Was der US-Amerikaner am Freitagabend in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte von seinen Teamkollegen gesehen hat, muss ihm sehr gut gefallen haben: Mit 92:82 (42:35) haben die Gladiators Trier überraschend beim Tabellendritten aus Schwaben gewonnen. Und das, obwohl neben Ahelegbe mit Center Kilian Dietz (Rückenprobleme) und Flügelspieler Sebastian Herrera (Erkältung) zwei weitere wichtige Akteure im Kader von Marco van den Berg verletzungsbedingt fehlten.

Trier verschläft zunächst die ersten Spielminuten, liegt schnell mit neun Punkten hinten (7:16). Kirchheim präsentiert sich wie schon im Hinspiel (62:79 aus Trierer Sicht) dominant, obwohl der bundesligaerfahrene Aufbauspieler Richie Williams aufgrund von Schulterproblemen zunächst nur auf der Bank sitzt. Doch Trier wacht schnell auf. Nach einer Auszeit drehen die Gäste das Spiel durch einen 9:0-Lauf.

Angeführt vom überragenden Dwayne Evans (36 Punkte) und vom starken Kevin Smit übernehmen die Gladiatoren plötzlich die Spielkontrolle. In der Defensive setzen sie die Gastgeber zunehmend unter Druck – immer wieder auch mit einer Ganzfeld-Verteidigung – und provozieren zahlreiche Ballverluste (elf bis zur Pause). Auch die von Coach van den Berg im Vorfeld angemahnte Reboundarbeit funktioniert. Trier zeigt sich deutlich verbessert im Vergleich zur bitteren Pleite in Baunach am vergangenen Wochenende und führt zur Pause verdient mit acht Punkten (43:35).

Nach der Pause erhöht Kirchheim erwartungsgemäß den Druck. Durch Andreas Kronhardt und Richie Williams kommen die Schwaben heran, führen wenige Minuten vor Ende des dritten Viertels mit einem Punkt (54:55). Und Trier? Bleibt extrem cool, lässt sich nicht beirren, verteidigt wieder aggressiver und dreht die Partie bis zum Ende des dritten Viertels erneut (63:58).

Ganz stark in dieser Phase: Jack Eggleston, Simon Schmitz (12 Assists/9 Punkte) und Justin Raffington. Was das ersatzgeschwächte Team auch im letzten Spielabschnitt zeigt, ist richtig stark. Plötzlich gelingt alles: Die schwierigen Würfe fallen rein, auch ungenaue Pässe kommen an und Dwayne Evans macht mit seinen Gegenspielern, was er will. Der US-Amerikaner zeigt eine überragende Leistung.

Am Ende feiert Trier einen absolut verdienten Überraschungssieg beim Tabellendritten und reist mit Selbstvertrauen zum nächsten Auswärtsduell am Sonntag in Essen (17 Uhr/live auf www.sportdeutschland.tv).

Statistik
Punkte Trier: Evans 36, Breiling 0, Smit 15, Ensch 0, Hennen 0, Schmitz 9, Dahlem 0, Eggleston 6, Raffington 14, Spearman 12
Beste Werfer Kirchheim: Kronhardt 14, Williams 13
Viertelstände: 23:22/43:35/63:58/92:82

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