/dossier/default
05.04.2017

Durch "Schlag den Raab” populär geworden

Rund um Cornhole: Was man alles wissen sollte. Dossier zum Thema: Spochtipedia

Produktion der Seite:
Andreas Arens (AA) Der Ursprung des Cornhole ist nicht exakt geklärt. Eine Vermutung besagt, dass es erstmals im 14. Jahrhundert in Deutschland gespielt und später in Ohio/USA wiederentdeckt wurde. Es gibt Augenzeugen, die berichten, dass Indianer nahe Illinois ein sehr ähnliches Spiel gespielt haben. Cornhole gewann in den 1990ern erhebliche Popularität in Athens, Ohio und East Lansing, Michigan sowie an der Ohio University und der Michigan State University. Seither etablierte es sich als fester Bestandteil des in den Vereinigten Staaten sehr verbreiteten Tailgating, eines sozialen Events im Vorfeld zahlreicher Sportveranstaltungen, bei dem auf Plätzen gemeinsam gegrillt und getrunken wird. Andere nehmen diesen Sport sehr ernst und gehen in Übersee sogar als Profis an den Start.
Bundesweit bekannt wurde der Trendsport im Dezember 2011. In der Fernsehsendung "Schlag den Raab" gewann der Moderator Stefan Raab in der elften Spielrunde seiner Show das Werfen rechteckiger, mit Mais gefüllter Säckchen ins Zielloch auf einem Spielbrett. Die erste Deutsche Cornhole-Meisterschaft fand dann Mitte Juni 2012 in Hannover statt.
So wird Cornhole gespielt: Zwei Parteien haben das Ziel, ihre vier Säckchen in mehreren Durchgängen auf das in acht Metern entfernte Board zu werfen (ein Punkt) oder das Loch im Board direkt zu treffen (drei Punkte). Die erworfenen Punkte werden nach jedem Durchgang der Gewinnerpartei - abzüglich der Punkte des Gegners - gutgeschrieben. Wer zuerst 21 Punkte erreicht, hat einen Satz gewonnen. Sieger ist derjenige, wer zuerst zwei Sätze für sich entscheiden kann. Die Spiellänge variiert, dauert im Durchschnitt aber jeweils rund 30 Minuten.
Ausstattung: Ein Board mit acht Säckchen gibt es für etwa 120 Euro. Das Equipment wird überwiegend vom Sportartikelhändler Doloops angeboten. Wer in die Sportart hineinschnuppern will, kann unverbindlich bei den Cornholern der TG Konz (Kontakt: Günther Reitz, mobil: 0171/1999889; Mail: cornhole@tgkonz.de) oder beim SV Pellingen (Reimund Lutz, 0151/12707744, Mail: reimund.lutz@email.de) hineinschnuppern. Die Spielgeräte können dann gestellt werden.
Trainingszeiten in der Region: Bei der TG Konz wird dienstags ab 18 Uhr und donnerstags ab 19 Uhr im TG-Sportpark trainiert. Die Cornholer des SV Pellingen treffen sich in aller Regel samstags, 18 Uhr, in der örtlichen Sporthalle zur Übungseinheit.
Mehr Informationen zum Cornhole in Deutschland gibt es unter den Adressen www.decov.org und www.cornhole.de